Köllner: „Haben nicht diesen Punch entwickelt“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg hatte im Kellerduell mit dem VfB Stuttgart die große Chance, das Schlusslicht in der Tabelle auf acht Punkte zu distanzieren. Nach dem 0:2 gegen die Schwaben steckt der „Club“ nun tief unten drin. Die Enttäuschung war den Franken anzumerken, die Einschätzung der Niederlage fiel eindeutig aus.

„Das war ein verdienter Sieg für den VfB“, sagte FCN-Coach Michael Köllner. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, waren aber in den Räumen schlecht positioniert und haben nicht diesen Punch entwickeln können, dass wir nach vorne gekommen sind. Der VfB hat gut gespielt und die Räume gut verdichtet.“ Außerdem schlugen die Stuttgarter in den entscheidenden Momenten durch Timo Baumgartl (68.) und Erik Thommy (82.) zu. Auch Tim Leibold sprach von drei verdienten Punkten für die Gäste. „Wir haben über 90 Minuten viel zu wenig investiert, nur wenige klare Torchancen erspielt“, meinte der Linksverteidiger.

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Für Stürmer Adam Zreľák war die Pleite die logische Konsequenz aus der Herangehensweise der Franken. „Unser Spiel war viel zu passiv. Wenn wir keine Tore schießen, können wir auch nicht gewinnen. Wir wollten eigentlich höher pressen, das ist uns aber nicht gelungen“, stellte der Slowake fest. Nürnberg ist mittlerweile seit fünf Bundesliga-Partien ohne Sieg, der „Club“ ist in der Tabelle auf Rang 15 abgerutscht und hat nur noch einen Zähler Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Und nach der anstehenden Länderspielpause werden die Aufgaben nicht leichter: Es warten Spiele beim FC Schalke 04, gegen Bayer 04 Leverkusen und beim FC Bayern München.

Intensive Fehleranalyse in der Länderspielpause

Trotzdem hofft Trainer Köllner auf Besserung. „Wir müssen schauen, dass wir das, was wir zu Hause liegen gelassen haben, dort holen, wo vielleicht keiner mit uns rechnet“, meinte der 48-Jährige. Zreľák sieht in der Länderspielpause die Chance, die Fehler sauber aufzuarbeiten und aus ihnen zu lernen. Das müssen die Nürnberger auch, wollen sie sich nicht allzu bald auf einem Abstiegsplatz wiederfinden. Neben dem VfB gestalteten nämlich auch der Tabellenvorletzte Fortuna Düsseldorf (4:1 gegen Hertha BSC) und Hannover 96 (2:1 gegen den VfL Wolfsburg) auf dem 16. Rang ihre Duelle am elften Spieltag siegreich. „Wir müssen die Köpfe nach vorne richten, auch wenn es ein herber Rückschlag ist“, forderte Leibold.