Köllner hofft auf das „Perfect Game“

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Michael Köllner, Trainer von Bundesligist 1. FC Nürnberg, hofft im 190. bayerisch-fränkischen Derby beim klar favorisierten FC Bayern München auf das „Perfect Game“. Die Münchner und den FCN würden „Galaxien“ trennen.

„Du musst überragend verteidigen und einen Gegner erwischen, der sein Spiel nicht so auf den Platz bringt – und du brauchst ganz, ganz viel Spielglück“, sagte Köllner vor dem brisanten Duell am Samstag (15.30 Uhr) beim deutschen Rekordmeister. „Wir sind nicht nur Außenseiter, sondern eigentlich ohne Chance“, meinte Köllner – und dennoch: „Es spielen viele Menschen Lotto, obwohl sie wissen, dass die Chance auf einen Sechser minimal ist. Sie haben trotzdem eine Riesenfreude daran. Und genauso fahren wir nach München. Wenn wir unsere Dinge auf den Platz bringen, besteht eine minimale Chance.“

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Und dass die Aufgabe „in dieser Saison machbarer ist als normal, hat man in manchen Spielen der Bayern gesehen“, führte der FCN-Coach weiter aus. Seine Spieler müssten das Derby aber „als Chance begreifen und einen gewissen Mut zeigen. Du musst viel aushalten und laufen können.“ Viel spricht dennoch nicht für den fränkischen Traditionsklub, der auf Kapitän Hanno Behrens (Bauchmuskelzerrung) verzichten muss und der auswärts bislang gern gesehen war: sechs Spiele, kein Sieg und 5:22 Tore, darunter das 0:7 bei Borussia Dortmund, das 0:6 bei RB Leipzig und ein 2:5 auf Schalke. Dennoch: „Wir gehen nicht ins Spiel und parken einen Bus“, betonte Verteidiger Lukas Mühl. Der letzte FCN-Erfolg in München liegt bereits 26 Jahre zurück. Seit neun Jahren erzielten die Franken bei den Bayern keinen Treffer mehr, zuletzt gab es vier Pleiten bei 0:13 Toren.