Köln bläst zur Jagd

Äußerst überraschend hat der 1. FC Köln am Sonntagabend mit 2:1 bei RB Leipzig gewonnen. Damit hat der Tabellenletzte im Abstiegskampf wieder etwas Hoffnung geschöpft. Stolz waren die Kölner insbesondere auf die starke zweite Hälfte.

„Nicht selbstverständlich in dieser Situation“ sei eine solche Leistungssteigerung nach Wiederanpfiff, erklärte Trainer Stefan Ruthenbeck. „Aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg vielleicht nicht verdient, aber wir haben uns die Punkte und das nächste Endspiel gegen Stuttgart erarbeitet.“ Es gelte nun, fuhr der Coach fort, „weiter Punkte einzufahren, um das Ziel Klassenerhalt noch zu erreichen“. Armin Veh, Geschäftsführer Sport, stimmte ihm in dieser Einschätzung zu: Er sprach bei Sky von einer „kleinen Chance“, die zu nutzen sei: „Die Jungs glauben immer daran. So arbeiten wir auch die ganze Zeit.“

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Den frühen 0:1-Rückstand durch Jean-Kévin Augustin hatten Vincent Koziello (70.) und Leonardo Bittencourt (77.) gedreht. Der Siegtorschütze, der nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte, sprach von einem „rundum gelungenen Tag“. Auch er verwies auf den tollen zweiten Durchgang seiner Mannschaft, in dem diese „ein komplett anderes Gesicht“ gezeigt habe. Mit nun 17 Punkten ist der FC punktgleich mit dem Hamburger SV. „Heute haben wir uns mit dem Sieg wieder ins Leben zurückgeworfen. Da müssen wir anknüpfen. Jetzt müssen wir Hamburg einholen“, forderte Bittencourt.