Köln und Terodde erwarten formstarke Schwaben

Tayfun Korkut hat den VfB Stuttgart entgegen vieler kritischer Stimmen aus der Abstiegszone gebracht. Zehn Punkte aus vier Spielen holten die Schwaben unter dem neuen Trainer. Nun wartet der 1. FC Köln.

Das 2:1 über Vizemeister RB Leipzig am letzten Sonntag hat beim FC abermals neue Euphorie entfacht. Die Rückkehr von Leistungsträgern wie Marcel Risse und Leonardo Bittencourt sowie das erfolgreiche Startelf-Debüt von Vincent Koziello bringt die Hoffnung, den Klassenerhalt vielleicht doch noch zu schaffen. Trainer Stefan Ruthenbeck blieb vor dem Spiel realistisch: „Wenn wir am 34. Spieltag um den Klassenerhalt spielen dürfen, wäre das ein Erfolg. Und solange diese Möglichkeit besteht, werden wir kämpfen.“ Am Sonntag fehlt nur Christian Clemens, der erst kommende Woche wieder trainieren wird. Auch der unter der Woche angeschlagene Simon Terodde wird dabei sein.

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Der VfB ist aktuell der König des Minimalismus. Mit Korkut am Spielfeldrand wurden die letzten drei Spiele jeweils mit 1:0 gewonnen. So steht Stuttgart auf dem zwölften Platz und hat beruhigende fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Coach warnte dennoch davor, sich zu sicher zu fühlen. „Erfolge machen nicht immun. Sie geben Kraft, aber es kann dich immer erwischen, wie bei einer Krankheit. Deshalb müssen wir auf der Hut sein“, betonte er. Verzichten muss Korkut auf die verletzten Carlos Mané und Matthias Zimmermann. „Wir werden die Grundordnung nicht verändern. Die Performance auf dem Platz ist gut, warum soll ich dann nach etwas anderem suchen“, kündigte der Coach an.

1. FC Köln: Horn – Sørensen, Heintz, Meré, Hector – Koziello, Höger – Risse, Bittencourt – Ōsako, Terodde

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insúa – Badstuber – Ascacíbar – Gentner, Thommy – Ginczek, Gómez

Kölns Waffe heißt Terodde. Der Stürmer, mit dem VfB in der ersten Liga gescheitert, brennt darauf, seinem Ex-Verein zu zeigen, dass er Bundesliga-Qualität hat. Für Stuttgart geht es darum, den Abstand zu wahren, der FC hingegen muss punkten und kann mit einem Sieg sogar den letzten Platz verlassen. Deshalb werden die Hausherren die Initiative übernehmen.