Kohfeldt: „Fühle mich nicht als Bayern-Jäger“

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Bundesligist SV Werder Bremen sieht sich ungeachtet des starken Saisonstarts nicht als ernsthafter Verfolger von Tabellenführer FC Bayern München. Die Norddeutschen üben sich in Bescheidenheit.

„Ich fühle mich nicht als Bayern-Jäger“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Geschäftsführer Frank Baumann bezeichnete die Diskussion als „Quatsch“. „Wir lassen uns von den elf Punkten nicht blenden“, sagte Baumann vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr). Bremen hat bislang noch kein Spiel verloren und rangiert zwei Punkte hinter Bayern München auf Platz drei. „Vielleicht wünschen sich viele in Deutschland, dass mal jemand die Bayern ärgert, aber das ist nicht unser Fokus“, sagte Baumann. Werder hatte vor der Saison den Europapokal als Ziel ausgerufen.

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Coach Kohfeldt warnte davor, den bislang sieglosen VfB zu unterschätzen. „Wir wären schön blöd, wenn wir das nicht ernst nehmen würden“, sagte der 35-Jährige. Die Diskussionen um Stuttgarts Trainer Tayfun Korkut kann er nicht nachvollziehen. „Tayfun hat letzte Saison eine überragende Rückrunde gespielt. Nach fünf Spielen jetzt so ein Fass aufzumachen, finde ich grenzwertig“, sagte der Bremer Übungsleiter. Personell muss sich Kohfeldt keine Gedanken machen. Keiner seiner Spieler habe aus dem Spiel gegen Hertha (3:1) eine Verletzung mitgenommen. Fin Bartels hingegen musste wieder etwas kürzertreten und individuell trainieren. „Er wird in der kommenden Länderspielpause nicht wieder voll dazukommen“, sagte Kohfeldt. Der Offensivspieler sei ungeduldig, es gehe aber darum, dass er seine alte Form wiederfindet und nicht um den Zeitpunkt.

Veljković warnt vor Gómez

Innenverteidiger Miloš Veljković betonte, dass Werder gegen den VfB „natürlich zu Null“ spielen wolle. Dafür müsse Bremen „immer konzentriert“ sein. „Es kann passieren, ein unglückliches Gegentor zu bekommen, aber das wollen wir verhindern“, sagte er. Vor allem warnte der Abwehrspieler vor Mario Gómez: „Jeder weiß, dass er ein super Spieler ist. Man muss als Verteidiger immer aufmerksam sein gegen ihn. Vor allem im Strafraum ist er gefährlich. Ich habe schon ein paar Mal gegen ihn gespielt.“ Der SVW müsse „aufmerksam sein und unser Spiel durchziehen, dann wird es ein gutes Ergebnis werden. Wir dürfen die Offensive auf keinen Fall unterschätzen.“