Kohfeldt: „Natürlich bin ich nicht zufrieden“

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Beim SV Werder Bremen herrschte nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg Frust. Die Norddeutschen hatten über eine Stunde lang geführt, ehe die Franken in der zweiten Minute der Nachspielzeit doch noch ausgleichen konnten.

„Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Wir sind die bessere Mannschaft gegen Nürnberg, vergessen aber, die Tore zu machen. Wir müssen das Spiel hier gewinnen“, sagte Mittelfeldspieler Davy Klaassen nach dem Abpfiff. Werder war in der 26. Minute durch Maximilian Eggestein in Führung gegangen, hatte aber insbesondere nach dem Seitenwechsel die Kontrolle über die Partie nach und nach abgegeben. „Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dem Unentschieden. Wir haben nur eine halbe Stunde so gespielt, wie wir es geplant haben. Danach begann ein schleichender Prozess, der mit dem späten Ausgleich endete. Dieses Gegentor war deshalb kein Pech, das passiert dann eben“, meinte Trainer Florian Kohfeldt enttäuscht.

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Die Bremer waren mit deutlich weniger Intensität aus der Kabine gekommen. „Das wird in der Bundesliga bestraft“, konstatierte Nuri Şahin, der in der 71. Minute eingewechselt wurde und sein Pflichtspiel-Debüt für Werder feierte. Die Norddeutschen hatten Nürnberg ohne Not zurück ins Spiel geholt. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu oft den Ball verloren und dem Gegner zu große Räume gelassen. Das müssen wir nächste Woche besser machen“, analysierte Klaassen. Kohfeldt ärgerte sich über die verloren gegangene Ordnung und die verpasste Chance, ins obere Tabellendrittel zu stoßen.

Lob für Torschütze Eggestein

Positives zog der Bremer Übungsleiter dagegen aus der Anfangsphase, in der sich die Grün-Weißen einige gute Gelegenheiten erspielt hatten. Der beste Mann bei den Bremern war Torschütze Eggestein. „Dass Maxi einen guten Schuss hat, wissen wir bereits aus der letzten Saison und haben wir heute auch wieder gesehen. Es war ein sehr schönes Tor“, lobte Geschäftsführer Frank Baumann. Eggestein fiel allerdings nicht nur bei seinem Treffer, sondern auch bei unzähligen weiteren Vorstößen auf. Freuen konnte sich der Mittelfeldspieler ob des verpassten zweiten Saisonsiegs aber nicht: „Ein Punkt ist absolut zu wenig.“