Kovač: „Boateng wird sich aufopfern“

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Nationalspieler Jérôme Boateng bleibt dem FC Bayern München nach wochenlangem Poker erhalten. In Stuttgart stehen Trainer Niko Kovač bis auf den verletzten Kingsley Coman alle Spieler zur Verfügung. Auch Serge Gnabry ist fit.

„Wir haben jetzt 19 Feldspieler, einer davon ist verletzt. Da können und wollen wir nicht noch Spieler abgeben“, sagte Kovač auf der Pressekonferenz am Freitag. Damit bestätigte der Bayern-Trainer eine Lattenkreuz-Meldung vom Freitagmorgen, wonach die Bayern nach dem Transfer von Juan Bernat, der für rund 15 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain wechselt, keine weiteren Spieler mehr abgeben werden. Das gilt neben Boateng auch für Renato Sanches, der ebenfalls von Paris umworben wurde. Zuvor hatten bereits Arturo Vidal (FC Barcelona) und Sebastian Rudy (FC Schalke 04) den Verein verlassen.

- Anzeige -

Kovač zeigte sich über den Verbleib von Boateng erfreut, nachdem er zuletzt immer wieder dessen Wichtigkeit für die Mannschaft betont hatte. „Jérôme ist ein Weltklasse-Innenverteidiger. Es geht darum, dass er körperlich gesund bleibt. Dann bin ich überzeugt, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch der Nationalmannschaft helfen wird“, sagte Kovač. Dass es bei Boateng durch den geplatzten Wechsel Motivationsprobleme geben könnte, glaubt Kovač nicht: „Jérôme ist ein absoluter Vollprofi. Wir hatten das Thema mit Lewy (Robert Lewandowski; Anm. d. Red.), er fühlt sich wohl, ist glücklich. Bei Jérôme ist es auch so. Er wird alles geben und sich aufopfern, um mit dem FC Bayern alle Ziele zu erreichen“, betonte der Bayern-Coach vor dem Südderby am Samstag (18.30 Uhr) beim VfB Stuttgart.

VfB? „Wir müssen uns strecken“

Kovač erwartet gegen die angeschlagenen Schwaben ein „schwieriges Spiel. In Stuttgart gibt es eine gewisse Erwartungshaltung. Nach zwei Niederlagen ist Druck da, das macht es schwieriger. Wir müssen uns strecken.“ Der VfB hatte den Münchnern im Mai mit einem 4:1 in der Allianz Arena die Meisterfeier verdorben. „Das mag keiner, meine Jungs noch weniger“, sagte Kovač. „Sie werden höchst motiviert sein, dass wir das wieder ausradieren.“