Kovač: „David kann man immer von 0 auf 100 reinwerfen“

Nach der Trainingsrückkehr könnte David Abraham schon am Montag gegen Leipzig sein Comeback feiern. Noch will man sich bei Eintracht Frankfurt aber nicht in die Karten schauen lassen. Er habe inzwischen nun mal „die Qual der Wahl“, erklärte Niko Kovač.

„Ob er spielen wird am Montag? Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen“, hielt sich Kovač mit Blick auf Abraham noch bedeckt. Erst am Mittwoch war der Abwehrboss schließlich ins Mannschafstraining zurückgekehrt, nachdem ihn ein Knochenödem fast zwei Monate außer Gefecht gesetzt hatte. Abraham aber habe „seine Zwangspause gut genutzt“, sagte der Eintracht-Trainer weiter, er bewege sich „körperlich auf einem hohen Niveau“. Zumindest eine „Alternative“ soll der 31-Jährige am Montag sein: „David kann man immer von 0 auf 100 reinwerfen.“

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Nach der Rückkehr Abrahams ist die Personalsituation bei den Hessen regelrecht glänzend. Lediglich Alexander Meier steht Kovač derzeit nicht zur Verfügung. Er habe inzwischen „die Qual der Wahl“, sagte der 46-Jährige, dürfte über diesen Umstand allerdings hocherfreut sein. Vor Jahresfrist nämlich war Frankfurt personell am Stock gegangen – und in der Tabelle abgestürzt. In diesem Jahr jedoch läuft alles nach Maß. „Wir haben einfach einen guten Kader, einen guten Lauf und das Quäntchen Glück“, erklärte Kovač. An seiner vorsichtigen Zielsetzung, die bislang immer den Klassenerhalt in den Mittelpunkt rückte, will er aber trotz Platz vier erst mal nichts ändern: „Die Tabelle gibt viel her. Aber ich lasse mich nicht beirren“, sagte Kovač. „Bis zur Länderspielpause gibt es keine neue Zielsetzung. Diese fünf Spiele warte ich noch ab. Dann kann man ganz klar sagen, wo die Reise hingeht.“

Testspiel gegen Haibach

Apropos Länderspielpause: Diese nutzt die Eintracht zu einem Testspiel. Am Freitag, 23. März, reist die Kovač-Elf nach Haibach, um gegen den dort ansässigen SV Alemannia anzutreten. Anstoß im Stadion „Am Hohen Kreuz“ ist um 16 Uhr. Trainer des bayerischen Landesligisten ist Slobodan Komljenović, der zwischen 1992 und 1997 insgesamt 134 Spiele für die Eintracht bestritt. „Mit Niko Kovač habe ich mich früher auf dem Fußballfeld gemessen, jetzt treffen wir erstmalig als Trainerkollegen aufeinander. Auch wenn die Voraussetzungen unterschiedlicher nicht sein könnten, freue ich mich riesig, auch für meine Jungs, auf dieses Spiel“, sagte der 47-Jährige.