Kovač fordert: „Wir müssen nachlegen“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Das hart erkämpfte 2:1 (1:0) beim 1. FSV Mainz 05 war für den FC Bayern München nicht mehr als ein Arbeitssieg. Allerdings einer, der durch die kommenden Wochen tragen soll. Der Blick auf die Tabelle ließ Niko Kovač kalt.

„Okay, das ist so“, sagte der Trainer von Bayern München, der wieder bis auf zwei Punkte herangerückt ist an Spitzenreiter Borussia Dortmund. „Am achten Spieltag war noch keiner Meister, am neunten auch nicht. Wir müssen nachlegen.“ Auch die kommenden drei Spiele – im Pokal beim Regionalligisten SV Rödinghausen, in der Liga gegen den SC Freiburg und in der Champions League gegen AEK Athen – „wollen wir positiv gestalten“, sagte Kovač. Und das Vierte dann erst recht: Am 10. November treten die Bayern beim BVB an, der am Samstag gegen Hertha BSC (2:2) den Sieg verschenkt hatte.

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„In der Liga geht es schnell in beide Richtungen“, sagte Thomas Müller, der in Mainz wieder von Beginn an spielen durfte, kämpferisch überzeugte und Wortführer auf dem Rasen war. „Man kann uns schon glauben, wenn wir sagen, dass wir uns die Siege hart erarbeiten müssen.“ Der nach 55 Minuten wohl nur leicht verletzt ausgewechselte Leon Goretzka (39.) und Thiago (62.) trafen gegen aggressiv verteidigende Mainzer, „die um jeden Quadratzentimeter gekämpft haben“ (Müller). Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jean-Paul Boëtius (48.), der die Mainzer Negativserie nach fünf Spielen ohne eigenen Treffer beendete, brachte die Bayern nur kurz aus dem Konzept. „Das war ein verdienter Sieg, allerdings ein knapper“, sagte Müller. „Natürlich würden wir uns wünschen, dass wir den Ball noch das ein oder andere Mal öfter über die Linie bekommen.“ Der Gegner aber öffne nicht „einfach Tür und Tor“.

Rekordmeister zurück in der Spur

Auch Kovač mahnte, dass sich sein Team „alles erarbeiten“ müsse. Das sei auch schon bei den beiden Siegen in Athen (2:0) und beim VfL Wolfsburg (3:1) so gewesen. „Es war ein Arbeitssieg heute, der sicherlich nicht so glänzend war, wie wir uns das erhofft haben“, sagte der 47-Jährige. „Aber in der Situation, in der wir uns befanden nach den vier Spielen (ohne Sieg; Anm. d. Red.), sind wir glücklich, dass wir drei Spiele in Folge gewinnen konnten.“