Kovač: „Mir ist nicht bange“

Foto: Octavio Passos/Getty Images

Bayern-Trainer Niko Kovač will vor seiner Champions League-Premiere nicht über die Verletzungssorgen des Rekordmeisters lamentieren. Ein wiederholtes Sonderlob gab es für Ex-Benfica-Profi Renato Sanches.

„Wir haben 16 gesunde Feldspieler, das reicht, um die Bank aufzufüllen. Jetzt rücken die, die weniger gespielt haben, in den Fokus. Mir ist nicht bange. Ich weine nicht herum. Wir werden das auch mit den Jungs, die noch gesund sind, erfolgreich stemmen“, sagte Kovač vor dem Auftakt in die Königsklasse am Mittwoch (21 Uhr) bei Benfica Lissabon. „Vor zwei, drei Wochen hieß es noch: Sie haben so viele Spieler und müssen einige enttäuschen. Jetzt soll der Kader zu klein sein“, ergänzte Kovač. Er gehe davon aus, „dass wir nicht weiter so ein Pech haben werden, dass wir in jedem Spiel einen Spieler verlieren“. Die Bayern müssen in Lissabon auf Kingsley Coman (Syndesmoseriss), Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Rafinha (Innenbandteilriss) verzichten. Thiago verpasste das Abschlusstraining zudem mit Problemen am großen Zeh.

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Nach dem 3:1 am vergangenen Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen hatten sich die Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge über die zu harte Gangart der Konkurrenz massiv beschwert. „Wir müssen schon zusehen, dass die gesunde Härte erhalten bleibt, aber die brutale Härte braucht keiner. Das hat allgemein Gültigkeit“, sagte Kovač am Dienstag dazu. Der 46-Jährige feiert als Trainer sein Debüt in der Königsklasse. „Es ist eine absolute Freude“, sagte Kovač, besonders nervös sei er aber nicht: „Es geht um Siege, um Punkte, da ist man als Trainer immer angespannt. Das hat mit der Champions League explizit nichts zu tun.“ Erneut stellte der Kroate indes Sanches in „näherer Zukunft“ einen Einsatz in Aussicht. Der 21-Jährige habe sich schon in der Vorbereitung „empfohlen. Er hat große Fortschritte gemacht, im mentalen und Fitnessbereich“, sagte der Bayern-Coach.