Kramers Gladbacher wollen die Bayern ärgern

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach ist mit elf Punkten aus sechs Spielen und Platz vier in der Tabelle ein guter Start in die Saison gelungen. Faktoren für den Erfolg sind unter anderem die Neuzugänge sowie das neue Spielsystem von Trainer Dieter Hecking. Die kommende Aufgabe für die „Fohlen“ ist das Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr).

Mittelfeldspieler Christoph Kramer sprach vor dem Spiel gegen den Rekordmeister über den positiven Saisonstart, die Saisonziele und seine neue Rolle. „Wir können sowohl mit der Punktausbeute als auch mit der Art, wie wir bislang aufgetreten sind, zufrieden sein. Die Neuen haben sich super integriert, Florian Neuhaus und Alassane Pléa haben schon gezeigt, wie wichtig sie für uns sind und sicher auch noch sein werden“, sagte Kramer in einem Interview auf der Vereinshomepage. „Alle machen ihre Sache bislang wirklich hervorragend“, fügte der Ex-Nationalspieler hinzu.

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„In der Bundesliga geht es inzwischen so eng zu, dass man je nachdem, ob man gerade einen positiven, oder aber einen negativen Lauf hat, zwischen Platz vier und zwölf pendeln kann“, beschrieb der 27-Jährige die aktuelle Situation. Von daher wollte er sich nicht weiter zum Tabellenplatz oder den Saisonzielen der Westfalen äußern. Kramer berichtete: „Es ist an jedem Wochenende schwierig genug, drei Zähler zu erringen.“ Deshalb sei es für das Team besser, sich immer wieder einzig auf das kommende Spiel individuell vorzubereiten. Zum Saisonbeginn stellte Trainer Hecking das Spielsystem der Gladbacher vom gewohnten 4-4-2 auf ein bisher erfolgreiches 4-3-3-System um. Damit veränderte sich auch die Rolle des defensiven Mittelfeldspielers Kramer, der nun als alleiniger Sechser anders agieren muss.

Auf keinen Fall in den Teufelskreis kommen

„Dadurch muss ich sehr positionsgetreu agieren und kann mich nicht mehr so häufig ins Spiel nach vorne einschalten“, beschrieb Kramer seine neue Aufgabe. Die Unterschiede seien jedoch nicht all zu groß und er fühle sich in beiden Systemen sehr wohl, bekannte der Rechtsfuß, der zunächst zwei Jahre von Bayer 04 Leverkusen an die „Fohlen“ ausgeliehen war, bevor er nach einem schwierigen Jahr in Leverkusen 2016 endgültig nach Gladbach wechselte.

Gegen die Münchner möchte Kramer mit seinem Team möglichst über 90 Minuten mutig und auf Ballbesitz spielen: „Man darf auf keinen Fall in den Teufelskreis kommen, eine Angriffswelle nach der anderen abfangen zu müssen und nur lange Bälle herauszuschlagen. Das geht auf Dauer nicht gut.“ Trotz der aktuellen Negativserie der Münchner mit nur einem Punkt aus den letzten zwei Bundesliga-Partien, glaubt Kramer jedoch nicht daran, dass die Bayern diese Saison eine längere Schwächephase haben werden. Dafür sei ihre Qualität viel zu groß. „Dennoch hoffen wir natürlich darauf, sie am Wochenende noch einmal ärgern zu können“, sagte Kramer zum Abschluss.