„Kritik war respektlos“: Stoiber stellt sich vor Hoeneß

Foto: Marc Müller/Bongarts/Getty Images

Rückendeckung für Uli Hoeneß: Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber hat den Präsidenten des FC Bayern München nach den verbalen Attacken einiger Kritiker auf der Jahreshauptversammlung in Schutz genommen.

„Diese Kritik war gegenüber Uli Hoeneß und seinen überragenden Verdiensten um den FC Bayern respektlos“, sagte der frühere bayerische Ministerpräsident im Interview des Münchner Merkur über die Wortmeldung des Bayern-Mitglieds Johannes Bachmayr. Dieser hatte Hoeneß in einer Brandrede unter anderem für die Transferpolitik, die Ernennung von Sportdirektor Hasan Salihamidžić und Trainer Niko Kovač sowie den Streit um den ehemaligen Ehrenspielführer Paul Breitner vehement kritisiert. Für Stoiber war diese Kritik nicht angemessen: „Im Übrigen wurden alle von Herrn Bachmayr kritisierten Vorgänge (…) nicht nur im Vorstand und im Aufsichtsrat ausführlich erörtert und gebilligt, sondern auch breit in der Öffentlichkeit diskutiert.“

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Stoiber empfand die Rede als eine ganz bewusste Attacke auf Hoeneß. „Hier ging es dem Wortführer meines Erachtens nicht in erster Linie um die Sache, sondern um einen gezielten Angriff auf die persönliche Integrität und damit um die Beschädigung der Person Uli Hoeneß“, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats. Dennoch müsse es Mitgliedern auch in Zukunft ermöglicht werden, Wortmeldungen für Fachkritik nutzen zu dürfen, stellte der 77-Jährige klar.

Entwarnung bei Kimmich und Ribéry

Gute Nachrichten gab es derweil bei zwei Leistungsträgern: Joshua Kimmich und Franck Ribéry haben sich beim 2:1-Sieg beim SV Werder Bremen am vergangenen Samstag keine schweren Blessuren zugezogen. Wie die Bayern am Montag mitteilten, wird das Duo im Laufe der Woche voraussichtlich wieder ins Training einsteigen.

Verteidiger Kimmich hatte nach dem Spiel über Knieprobleme geklagt. Nach einer Untersuchung am Sonntag konnte aber Entwarnung gegeben werden. Gleiches gilt für Mittelfeldroutinier Ribéry, der wegen eines Schlags auf den Oberschenkel in der ersten Halbzeit ausgewechselt worden war.