Labbadia: „Da braucht es auch ein Quäntchen Glück“

Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

In einem hitzigen Duell gegen Vizemeister FC Schalke 04 beanspruchte der VfL Wolfsburg durch den späten Siegtreffer von Daniel Ginczek das bessere Ende für sich. Trainer Bruno Labbadia sah in dem Erfolg eine Belohnung für die harte Arbeit in der Vorbereitung.

„Es war ein extrem intensives Spiel. Ich freue mich sehr für unsere Mannschaft, das tut ihr gut. Sie hat extrem geackert, da tun solche Erfolgserlebnisse gut. Wir haben uns den Sieg erarbeitet, und da braucht es auch ein Quäntchen Glück gegen eine Top-Mannschaft wie Schalke“, sagte der 52-Jährige im Anschluss an den 2:1-Erfolg am Samstagnachmittag. „Die Mannschaft hat die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, komplett umgesetzt. Den Mut hat die Mannschaft sich in der Vorbereitung erarbeitet. Für uns heute war es enorm wichtig, so zurückzukommen.“

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Im Mittelpunkt stand abermals der Videobeweis inklusive wilder Kartenspiele von Schiedsrichter Patrick Ittrich. Auf Geheiß von Video-Referee Wolfgang Stark hatte der Unparteiische zunächst eine Gelbe Karte für den Schalker Matija Nastasić (65.) in eine Rote korrigiert. Nur drei Minuten später zeigte der 39-jährige Ittrich VfL-Neuzugang Wout Weghorst Rot wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit, ehe Köln Videobilder anordnete und der Platzverweis wieder aufgehoben wurde. Vollends kurios wurde es dann in der Schlussphase: Ittrich hielt John Anthony Brooks nach dessen Foul, das zum Elfmeter und dem Schalker Ausgleich durch Nabil Bentaleb (85.) führte, versehentlich die falsche Karte, nämlich rot statt gelb, vor die Nase hielt. „Trotz des Videoentscheids sind da trotzdem immer noch Menschen dahinter. Da werden wir immer wieder diskutieren können“, sagte Labbadia.

Saisonziel? Deutlich über Platz 16

Geschäftsführer Jörg Schmadtke hatte via Sky bereits vor Anpfiff die Ziele für die kommende Saison formuliert: „Wir haben die Saison unter der Überschrift ‚Stabilisierung‘ stehen und wir müssen mal sehen, auf welchem Niveau wir uns stabilisieren, aber es sollte deutlich über Platz 16 sein. Wir haben uns verändert, in der Zusammenarbeit und in der Aufstellung. Marcel Schäfer ist dazugekommen. Bruno Labbadia konnte eine ganze Vorbereitung machen. Es sind ein paar andere Leute da und wir hoffen sehr, dass wir eine verbesserte Saison zu den vergangenen beiden hinbekommen.“