Labbadia nimmt die Mannschaft in die Pflicht

Vor dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim wünscht sich VfL-Trainer Bruno Labbadia, dass Team, Fans und Umfeld eng zusammenrücken. Von Stürmer Divock Origi fordert er eine Steigerung.

Der VfL Wolfsburg steckt mitten im Abstiegskampf. Auch nach dem Trainerwechsel von Martin Schmidt zu Labbadia ist die Stimmung in der Autostadt angespannt. Schmähgesänge der Fans nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen gegen den neuen Coach machten deutlich, dass die Geduld im Umfeld aufgebraucht ist. Vor der Partie in Hoffenheim forderte Labbadia nun eine Einheit aller Beteiligten ein. „Wir müssen erkennen, in welcher Situation wir uns befinden und dass wir das nur geschlossen bewältigen können. Wir helfen uns am besten, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag und ergänzte: „Ich wünsche mir am meisten, dass wir alle die Mannschaft – auch wenn Dinge nicht gelingen und das wird so sein – über 90 Minuten unterstützen.“

- Anzeige -

Gleichzeitig nahm er seine Schützlinge in die Pflicht, die abermals auf ganzer Linie enttäuschten. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir das nicht einfach so erwarten können, weil der erste Impuls dafür vor allem von der Mannschaft ausgehen muss“, meinte er. Dass die individuell stark besetzten „Wölfe“ den eigenen Ansprüchen hinterherhinken, liegt auch daran, dass mögliche Leistungsträger schwächeln. So steckt Liverpool-Leihgabe Origi im Tief, dem Angreifer gelang in den vergangenen 15 Pflichtspielen nur ein Treffer. „Ich habe mich zuletzt täglich mit Divock beschäftigt. Das waren Hinweise im Training und ein bis zwei Gespräche, in denen ich herausfinden wollte, was in ihm vorgeht und wie er sich fühlt“, berichtete Labbadia, der von dem Belgier eine Steigerung erwartet.

Guilavogui, Malli und Itter rechtzeitig fit

Das zuletzt arg ausgedünnte Aufgebot der „Wölfe“ füllt sich zwar langsam wieder, die Rückkehrer Ignacio Camacho, Jakub Błaszczykowski und Felix Uduokhai sind für Samstag aber noch keine Option. Auch Victor Osimhen, der unter der Woche muskuläre Probleme hatte, ist voraussichtlich nicht einsatzfähig. Die Anfang der Woche angeschlagenen Josuha Guilavogui, Gian-Luca Itter und Yunus Malli bezieht Labbadia dafür in seine Planungen für die Hoffenheim-Partie mit ein.