Leipzig droht nach Pleite im Dosenduell das Aus

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig ist auch das zweite Dosenduell in der Europa League bitter aufgestoßen. Der Bundesligist verlor beim starken Schwesterklub FC Red Bull Salzburg verdient mit 0:1 (0:0) und hat mit sechs Punkten aus fünf Spielen nur noch geringe Chancen auf das Erreichen der K.o.-Runde. Fredrik Gulbrandsen (74.) erzielte das Tor des Tages für den österreichischen Meister.

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick musste kurzfristig mehrere Ausfälle verkraften. In Emil Forsberg (Adduktoren), Kevin Kampl (Sprunggelenk), Marcel Sabitzer und Diego Demme (beide Wadenblessuren) fehlte das etatmäßige Mittelfeld. Das merkte man den Aktionen des Bundesliga-Vierten auch an, im Spiel nach vorne mangelte es an Ideen und Inspiration. Salzburg machte von Beginn an viel Druck und stellte die Gäste vor Probleme. Stefan Ilsanker und Bruma kassierten schon früh Gelb mit Fouls gegen den starken Hannes Wolf. Die fälligen Freistöße durch den Ex-Bremer Zlatko Junuzović waren aber nicht gefährlich genug. Gulbrandsen hatte die erste Großchance, scheiterte aber mit einer Direktabnahme an Leipzigs Schlussmann Yvon Mvogo (20.).

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Erst nach 25 Minuten konnte sich RB vom Druck der Gastgeber etwas befreien, leistete sich nicht mehr so viele Fehlpässe und hielt den Gegner mehr vom eigenen Strafraum weg. Jetzt unterliefen auch Salzburg Unachtsamkeiten, nach einem Fehler von André Ramalho steuerte Timo Werner aufs Tor zu, setzte den Ball aber daneben (43.). Nach dem Wechsel blieb das Spiel intensiv, Salzburg drängte auf die Führung. Vor allem Wolf trieb das Spiel seiner Mannschaft an und war von den Leipzigern nur mit Mühe zu halten. In der 60. Minute hielt der erst 19-Jährige aus spitzem Winkel drauf, doch Mvogo tauchte rechtzeitig ab. Kurz darauf brachte Rangnick mit Yussuf Poulsen für den harmlosen Jean-Kévin Augustin einen frischen Stürmer. Doch auch das brachte wenig Entlastung für die Gäste. Im Gegenteil: Gulbrandsen sorgte für das verdiente 1:0 (74.).

Salzburg löst mit starken 15 Punkten vorzeitig das Ticket für das Sechzehntelfinale und bleibt weiter seit zwei Jahren zu Hause ungeschlagen. Die Elf des früheren Mainzer Bundesliga-Profis Marco Rose hatte bereits das erste Duell in Leipzig mit 3:2 gewonnen. Salzburg tritt im letzten Gruppenspiel bei Celtic Glasgow an, Leipzig erwartet am 13. Dezember Rosenborg Trondheim. Die Leipziger müssen gegen die Norweger gewinnen, für ein Weiterkommen darf Glasgow (9 Punkte) zeitgleich gegen Salzburg keinen Punkt holen.