Leipzig empfängt Nürnberg: Bloß nicht nachlassen

Foto: Daniel Roland/AFP/Getty Images

RB Leipzig empfängt am Sonntagabend (18 Uhr) den Aufsteiger 1. FC Nürnberg zum Abschluss des siebten Spieltags. Beide Mannschaften treten mit Erfolgserlebnissen im Rücken an – für die Franken geht es darum, sich ein Polster auf die Abstiegsränge zu erarbeiten, die Sachsen wollen zur Spitzengruppe stoßen.

Nach einem wackligen Saisonstart sind die „Roten Bullen“ auf dem besten Weg, sich zu stabilisieren. Seit der bitteren 2:3-Pleite in der Europa League gegen den FC Red Bull Salzburg blieben die Leipziger ungeschlagen, drei der vergangenen vier Partien konnten sie sogar zu ihren Gunsten entscheiden. Und so schob sich RB in den letzten Wochen langsam an die Tabellenspitze heran und lauert nun auf den Sprung in die Champions League-Ränge. Dieser wäre bei einem hohen Sieg gegen Nürnberg möglich. Zusätzlich ist die Welt dank des 3:1 am Donnerstag bei Rosenborg Trondheim auch auf internationalem Parkett wieder in Ordnung. Die Leistungen der Leipziger nähern sich immer weiter den Ansprüchen an. Trainer Ralf Rangnick forderte am Freitag, weiter Konstanz zu demonstrieren: „Wir sind aktuell auf einem guten Weg – und den gilt es nun, weiter so zu beschreiten.“ Gegen Nürnberg müsse „unbändiger Siegeswille“ an den Tag gelegt werden, um drei Punkte einzufahren. Dabei kann der Coach nach überstandener Erkältung wieder auf Kevin Kampl setzen. Emil Forsberg kehrte am Freitag ins Teamtraining zurück, Dayot Upamecano (muskuläre Probleme) ist fraglich.

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Der 1. FC Nürnberg hatte die ganze Woche für die Vorbereitung auf das Gastspiel in der Red Bull Arena zur Verfügung. Trotz der niedrigeren Belastung sieht FCN-Coach Michael Köllner im Vorfeld „eher ein ungleiches Duell“. Ein Sieg sei bei einer „bärenstarken Leistung“ der eigenen Mannschaft und einer „durchschnittlichen“ des Gegners dennoch möglich. Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut Köllner in der Reaktion auf Leipzigs präferiertes Vorgehen: „Wir dürfen das maximale Gegenpressing nicht zulassen und müssen es gegebenenfalls umspielen.“ Grund, sich zu verstecken, haben die Nürnberger nicht. Der „Club“ besiegte Mit-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf am vergangenen Samstag mit 3:0 und grüßt von einem soliden zehnten Tabellenplatz. Den positiven Fakten steht allerdings die Auswärtsbilanz entgegen: Nürnberg konnte seit dem Aufstieg in der Fremde noch nicht gewinnen, ein Punkt aus drei Partien ist die magere Ausbeute. Neue Ausfälle gibt es in Franken keine; Ewerton, Sebastian Kerk und Kevin Goden sollen während der Länderspielpause in der kommenden Woche wieder an die Mannschaft herangeführt werden.

RB Leipzig: Gulácsi – Mukiele, Orban, Upamecano, Saracchi – Demme, Kampl – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen

1. FC Nürnberg: Bredlow – Valentini, Margreitter, Mühl, Leibold – Petrák – Kubo, Löwen, Behrens, Misidjan – Ishak

RB Leipzig ist gerade vor heimischem Publikum natürlich der klare Favorit. Die Sachsen wirken immer besser eingespielt und mannschaftlich gefestigt. Rangnicks Rädchen scheinen allmählich ineinanderzugreifen, die Hintermannschaft steht stabiler als noch vor wenigen Wochen. Nürnberg hat allerdings bereits beim 1:1 in Bremen nachgewiesen, dass durchaus die Qualität vorhanden ist, Teams im Höhenflug abzubremsen. Der „Club“ wird versuchen, kompakt aufzutreten und auf Leipziger Fehler lauern.