Leipzig gegen 96 unter Zugzwang

Foto: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig wartet in der Bundesliga noch auf seinen ersten Sieg, gleiches gilt für Gegner Hannover 96. Während die Niedersachsen mit der Ausbeute von zwei Punkten allerdings nicht unzufrieden sind, wäre alles andere als ein Dreier am Samstag (15.30 Uhr) für RB eine große Enttäuschung.

Die deutliche 1:4-Pleite zum Auftakt gegen Borussia Dortmund traf den Europa League-Teilnehmer schwer, das 1:1 gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf am zweiten Spieltag vertrieb die Katerstimmung nicht wirklich. Trainer Ralf Rangnick wünscht sich gegen 96 daher ein anderes Auftreten seiner Mannschaft als zuletzt. „Wir brauchen eine gute Balance in der Defensive, vor allem eine gute Verteidigung rund um die eigene Box. Darum wird es am Samstag, aber auch in den nächsten Wochen gehen“, forderte er. Rangnicks Marschroute ist jedenfalls klar: „Wir wollen das Spiel am Samstag auf jeden Fall gewinnen und so mit mehr Selbstvertrauen in die nächsten Partien gehen.“ Immerhin kann der RB-Coach aus dem Vollen schöpfen, bis auf Marcel Halstenberg (Trainingsrückstand) stehen alle Spieler bereit. Auch die unter der Woche angeschlagenen Emil Forsberg und Kevin Kampl werden mitwirken können.

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Auch wenn Hannover noch ohne Sieg ist, die zwei Remis bei Werder Bremen (1:1) und gegen Borussia Dortmund (0:0) lesen sich positiv. Zumal gerade die Leistung gegen den BVB stimmte, die „Roten“ boten dem Champions League-Teilnehmer vor heimischer Kulisse ordentlich Paroli. In Leipzig will der Tabellen-13. der Vorsaison wieder den Favoritenschreck spielen. Schon in den letzten beiden Duellen mit RB sei man „nah dran“ gewesen an einem Sieg, meinte Trainer André Breitenreiter und verwies damit vor allem auf das Rückspiel der vergangenen Spielzeit, das 96 unglücklich mit 2:3 verlor. Personell hat der 44-Jährige – mit Ausnahme der Langzeitverletzten – volle Auswahl. Nicht im Kader stehen die beiden Youngster Florent Muslija und Noah Sarenren Bazee, der für die U23 auflaufen wird.

RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Konaté, Orban, Saracchi – Kampl, Demme – Sabitzer, Forsberg – Werner, Augustin

Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer, Ostrzolek – Schwegler, Walace – Maina, Haraguchi – Bebou, Füllkrug

96 erwies sich in den letzten beiden Vergleichen mit RB schon als harter Brocken, insofern ist ein enges Spiel zu erwarten, zumal die Sachsen kriseln. Was die individuelle Qualität angeht, sind die Hausherren den „Roten“ allerdings klar überlegen.