Leipzig ohne Forsberg gegen Celtic

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Ein Sieg gegen Trondheim – eine Niederlage gegen Salzburg: RB Leipzig und Celtic Glasgow teilen in der Gruppe B der Europa League bislang das gleiche Schicksal. Am Donnerstag (18.55 Uhr) treffen die beiden punktgleichen Teams in Leipzig erstmals aufeinander. RB kann einen großen Schritt Richtung K.o.-Phase unternehmen.

Trainer Ralf Rangnick erwartet einen ganz anderen Gegner als am Samstag im Abnutzungskampf beim FC Augsburg (0:0). „Celtic versucht schon eher den spielerischen Ansatz, auch immer wieder hinten rauszukombinieren“, sagte er bei DAZN. Der schottische Meister habe im früheren Liverpool-Teammanager Brendan Rodgers zwar einen britischen Coach, dessen Stil aber habe mit „Kick and Rush nicht so viel zu tun“, meinte Rangnick. Nach der Ochsentour in der Qualifikation will sich RB unbedingt belohnen und die K.o.-Runde erreichen. „Die beiden Spiele gegen Celtic sind dafür sehr wichtig“, machte Rangnick am Mittwoch auf der Pressekonferenz gut 24 Stunden vor dem Anpfiff die Bedeutung der Begegnungen mit den Schotten klar.

- Anzeige -

Allerdings sind am Donnerstag nicht alle Leistungsträger dabei. Offensivspieler Emil Forsberg klagt über Leistenprobleme. „Mit Emil wird es wohl so sein, dass er weder am Donnerstag gegen Celtic noch am Sonntag gegen Schalke spielen kann“, sagte Rangnick. Ibrahima Konaté (Infekt) und Diego Demme (Wadenprobleme) stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. „Wir wollen kein Risiko eingehen, deswegen gehören sie nicht zum Kader“, sagte Rangnick. Für Timo Werner, der zuvor wegen muskulärer Probleme nur individuell trainierte, gab Leipzigs Coach damit indirekt Entwarnung: „Alle anderen sind dabei.“ Über 40.000 Fans werden am Donnerstag erwartet, darunter 4.000 Schotten. „Die Mannschaft hat es verdient, dass wir jetzt vor wahrscheinlich ausverkauftem Haus spielen“, sagte Rangnick, der für das Rückspiel am 8. November im Celtic Park ebenfalls ein Fußballfest erwartet. „Das werden jetzt zwei Spiele in der Europa League, auf die wir uns richtig freuen“, meinte der 60-Jährige.

Mit Leipzigs Ex-Spieler Marvin Compper wird es auf dem Rasen kein Wiedersehen geben. Der Abwehrspieler wechselte zwar im letzten Winter von RB zum 49-maligen schottischen Meister, doch bislang spielte er in den Planungen von Rodgers keine Rolle. „Alle drei Wochen hatte ich kleinere Blessuren und Verletzungen, die mich immer wieder aus dem Tritt gebracht haben“, erklärte Compper, der aber in Glasgow bleiben will. Celtic zeigte sich in der Meisterschaft am Wochenende in guter Form und gewann 4:2 gegen Hibernian aus Edinburgh. In der Tabelle liegt der aktuelle Titelträger allerdings hinter Heart of Midlothian nur auf Rang zwei.