Leipzig steht im hohen Norden unter Druck

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig steht nach der Auftaktpleite gegen den FC Red Bull Salzburg (1:2) im zweiten Gruppenspiel der Europa League bei Rosenborg Trondheim am Donnerstag (18.55 Uhr) schon ein wenig unter Druck. Die Sachsen sind im hohen Norden gegen den norwegischen Abo-Meister dennoch klarer Favorit.

Denn auch die Hausherren verloren zum Auftakt: Trondheim startete mit einer 0:1-Niederlage bei Celtic Glasgow in die Europa League-Saison. In der heimischen Liga läuft es dagegen wesentlich besser für den Ballklub. Rosenborg ist mit 52 Punkten aus 24 Spielen Tabellenführer der im Jahresrhythmus ausgetragenen Eliteserien. Am vergangenen Sonntag mussten die „Troillongan“ (übersetzt: Trollkinder) beim 0:1 in Molde allerdings die erste Pleite nach zehn ungeschlagenen Partien in Folge hinnehmen. Mit Tore Reginiussen, Even Hovland, Vegar Eggen Hedenstad und Nicklas Bendtner haben die Trondheimer vier ehemalige Bundesliga-Legionäre in ihren Reihen. Was den Skandinaviern dagegen fehlt, ist ein echter Torjäger. Alexander Søderlund ist in der Liga mit sieben Treffern in 24 Partien schon der beste Schütze. Rosenborg kommt eher über eine stabile Defensive und stellt mit nur 20 Gegentoren die sicherste Abwehr Norwegens.

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Das Momentum spricht tatsächlich für die Leipziger: Im Gegensatz zu Rosenborg reisen die „Roten Bullen“ mit einem Erfolgserlebnis im Rücken an. Die Sachsen bezwangen die TSG 1899 Hoffenheim mit dem designierten RB-Trainer Julian Nagelsmann am vergangenen Samstag auswärts mit 2:1. Nach einem mäßigen Saisonstart stabilisiert sich Leipzig in der Bundesliga langsam und steht derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. „Gerade machen wir alle einen guten Job. Deswegen holen wir auch Punkte. Man sieht, dass immer mehr Spieler an ihre Top-Form herankommen“, meinte Mittelfeldspieler Kevin Kampl, der wegen einer Erklältung ebenso fehlen wird wie Spielmacher Emil Forsberg. Lukas Klostermann, der zuletzt wegen einer Kniereizung ausgefallen war, konnte dagegen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Rosenborg Trondheim: Hansen – Hedenstad, Reginiussen, Hovland, Gersbach – Jensen – Konradsen, Lundemo – de Lanlay, Söderlund, Jebaili

RB Leipzig: Mvogo – Laimer, Orban, Upamecano, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Matheus Cunha, Bruma – Poulsen, Augustin

Mit dem Schwung aus dem Hoffenheim-Spiel müssen die Leipziger ihre spielerische Überlegenheit gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner auf den Rasen bekommen. Die Schonfrist ist nach der Pleite gegen Salzburg vorbei, RB muss Punkte sammeln. Rosenborg Trondheim wird versuchen, mit einer stabilen Defensive dagegen zu halten und den aufgerückten Bundesligisten in Kontersituationen zu überraschen.