Leipzig trotz 0:2 im Achtelfinale

RB Leipzig steht trotz einer 0:2-Niederlage gegen den SSC Neapel am Donnerstagabend im Achtelfinale der Europa League. Der Vorsprung vom 3:1-Auswärtserfolg aus dem Hinspiel reichte den Sachsen in der Endabrechnung.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl veränderte seine Aufstellung im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Frankfurt am Montag gleich auf einem halben Dutzend Positionen. Bernardo, Ibrahima Konaté, Kevin Kampl, Bruma, Timo Werner und Yussuf Poulsen begannen. Willi Orban und Naby Keïta mussten angeschlagen aussetzen. Ademola Lookman ist in der Europa League für Leipzig nicht spielberechtigt. Lukas Klostermann, Stefan Ilsanker und Jean-Kévin Augustin nahmen auf der Bank Platz. Außerdem ließ Hasenhüttl statt in einem 4-3-3 im 4-2-2-2-System spielen. Maurizio Sarri, Coach des italienischen Tabellenführers, nahm nach dem 1:0-Erfolg gegen SPAL Ferrara vier Änderungen vor. Lorenzo Tonelli, Christian Maggio, Amadou Diawara und Piotr Zieliński ersetzten Kalidou Koulibaly, Elseid Hysaj, Jorginho und José Callejón.

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Neapel übernahm zu Beginn der Partie die Initiative, RB war zunächst auf eine stabile Defensive bedacht. Kapitän Marek Hamšík traf den Ball nach flacher Hereingabe von Lorenzo Insigne aus kurzer Distanz nicht richtig, Leipzigs Keeper Péter Gulácsi hatte keine Probleme (11.). Die Hausherren wurden daraufhin etwas offensiver und übernahmen die Kontrolle über die Partie. Kampl flankte nach einer knappen Viertelstunde auf Marcel Sabitzer an der Strafraumkante, dessen Volleyabnahme von Tonelli noch an den Querbalken des SSC abgefälscht wurde (14.).

Die Italiener blieben allerdings stets gefährlich, Leipzig zog sich in der Folge wieder etwas zu weit zurück. Nach einer halben Stunde musste Dayot Upamecano gegen Dries Mertens und Hamšík gleich zwei gefährliche Abschlüsse blocken (31.). Nur kurz darauf gingen die Gäste in Führung. Gulácsi konnte einen Abschluss von Insigne aus spitzem Winkel nach schöner Kombination über Zieliński und Hamšík nur nach vorne abwehren, wo erneut Zieliński an den Ball kam und abstaubte (33.). In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit reagierte der Bundesligist nur noch auf die Angriffsversuche der Neapolitaner. Bei den wenigen Kontergelegenheiten, die sich boten, wirkten die Sachsen nicht zielstrebig genug.

Insignes 2:0 reicht Neapel nicht

Nach dem Seitenwechsel prüfte Mário Rui nach nicht mal einer Minute Gulácsi aus 26 Metern (46.). Zehn Minuten später schloss Zieliński aus 18 Metern zu ungenau ab (55.). Auf der anderen Seite entschärften Raúl Albiol (49.) und SSC-Schlussmann Pepe Reina (54.) zweimal knapp vor Poulsen und Werner. Nach einer Stunde standen die Leipziger wieder tiefer in der eigenen Hälfte und lauerten auf schnelle Gegenstöße. Die Abwehrreihe der „Roten Bullen“ stand solide, gefährliche Aktionen der Italiener waren Mangelware.

In der 68. Minute versuchte es Mertens nach einem Fehler im Aufbauspiel durch Konaté aus der Distanz (68.). Doch auch seinem Abschluss fehlte die Präzision. Auf der Gegenseite musste Tonelli nach einem Zuspiel des eingewechselten Emil Forsbergs kurz vor dem einschussbereiten Sabitzer retten (78.). Fünf Minuten vor Schluss wurde es dann nochmal ganz heiß. Der eingewechselte Callejón fand mit seiner Flanke von der rechten Seite Insigne, der auf 2:0 erhöhte (86.). In der Folge rannten die Italiener für die letzten Minuten auf das Leipziger Tor zu, die Defensive der Gastgeber hielt allerdings stand.

RB Leipzig ist trotz der 0:2-Niederlage gegen den SSC Neapel und dank der Auswärtstorregel am Freitag in der Auslosung für die Achtelfinals der Europa League dabei. Am Ende wurde es nach Insignes Treffer zum 2:0 nochmal ganz eng, doch die Gäste zeigten unterm Strich nicht mehr genug Durchschlagskraft.