Leipzig trotz Überzahl nur remis

Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig hat es verpasst, sich in der Europa League-Qualifikation gegen Sorja Luhansk in eine optimale Ausgangssituation für das Rückspiel zu bringen. Trotz 75-minütiger Überzahl gelang den „Roten Bullen“ im Hinspiel kein Treffer, die Partie endete 0:0.

Im Vergleich zum 3:1-Erfolg bei Viktoria Köln im DFB-Pokal veränderte RB-Trainer Ralf Rangnick seine Startelf auf sechs Positionen: Yvon Mvogo, Marcelo Saracchi, Willi Orban, Ibrahima Konaté, Matheus Cunha und Timo Werner spielten für Péter Gulácsi, Dayot Upamecano, Lukas Klostermann, Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Jean-Kévin Augustin (Magen-Darm-Probleme). Zudem hatten Marcel Sabitzer (Adduktorenprobleme) und Kevin Kampl (Muskelverletzung) nicht mit in die Ukraine reisen können.

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Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo in die Partie und näherten sich dem gegnerischen Tor früh an. Einen Abschluss auf einen der Kästen gab es zunächst aber nicht. Leipzig riss das Spielgeschehen nach wenigen Minuten an sich und setzte sich am gegnerischen Sechzehner fest. Nach knapp einer Viertelstunde gab es die erste gute Chance: Erst scheiterte Werner mit seinem Schlenzer an Keeper Luiz Felipe, dann setzte Diego Demme den Nachschuss aus aussichtsreicher Position daneben (13.).

Lednev fliegt vom Platz

Kurz darauf schwächte sich die Heimelf selbst. Saracchi foulte Bogdan Lednev, der sich zu einem leichten Nachtreten verleiten ließ und die Rote Karte sah (16.). Leipzig übernahm mehr und mehr die Kontrolle und kam durch Werner beinahe zur Führung. Der noch leicht abgefälschte Schuss des Nationalspielers wurde jedoch kurz vor der Linie geklärt (20.). Auch Cunha und Konaté hätten die Deutschen in Front bringen können, beide brachten den Ball aber nicht über die Linie (33./34.). Insgesamt fehlte es dem Bundesligisten an Kreativität im vorderen Drittel, sodass Leipzig die Überzahl vor der Pause nicht mehr in ein Tor ummünzen konnte.

Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Cunha die Chance aufs 1:0, als er eine Flanke von Werner nur knapp verpasste (47.). Wenig später scheiterte Werner selbst mit seinem Abschluss an Felipe (50.). Die „Roten Bullen“ kamen stark aus der Kabine. Luhansk blieb nach vorne zunächst weiter ungefährlich. Zwar konnten die Gastgeber den ein oder anderen Konteransatz herausspielen, zu Ende bringen konnten sie diese aber nicht. Dennoch kam der eingewechselte Vladislav Kocherhin zu einer Möglichkeit. Sein Schuss rauschte aber knapp über den Kasten von Mvogo (57.).

Keine Tore trotz vieler Chancen

Nach etwas über einer Stunde reagierte Rangnick und wechselte Forsberg für Nordi Mukiele ein, um das wichtige 1:0 zu erzielen (61.). Seine erste Torchance hatte der eingewechselte Schwede von der Strafraumgrenze aus. Wie so oft konnte die Heimelf den Abschluss aber blocken (67.). Kurz darauf brachte Rangnick weitere frische Offensivkraft: Poulsen betrat den Platz, Cunha hatte Feierabend (72.). Auch der zweite neue Mann hatte schnell eine gute Chance, als ihm ein geblockter Schuss von Forsberg vor die Füße fiel. Der Versuch des Dänen ging nur knapp links vorbei (77.). Die Heimelf tauchte kurz vor dem Abpfiff noch einmal vorne auf; ein Schuss von Silas verfehlte sein Ziel nur um Haaresbreite (87.). Da die Defensive der Heimelf in der Nachspielzeit noch einen Abschluss von Forsberg blockte (90.+1) und auch Felipe einen Großchance des Schweden vereitelte (90.+2), blieb es beim 0:0.