Leipzig und Dortmund mit Remis im Spitzenspiel

RB Leipzig und Borussia Dortmund trennten sich am Samstagabend mit 1:1 (1:1). Der BVB rückte damit wieder an Eintracht Frankfurt vorbei auf den dritten Tabellenrang, Leipzig bleibt Sechster.

Ralph Hasenhüttl veränderte seine Startformation im Vergleich zum 1:2 gegen den 1. FC Köln auf drei Positionen. Konrad Laimer, Naby Keïta und Timo Werner rückten für Bernardo, Ademola Lookman und Bruma in die erste Elf. Außerdem stellte der Übungsleiter das System um und ließ sein Team statt im 4-3-3 in einem 4-2-2-2 agieren. BVB-Coach Peter Stöger brachte nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg mit Winter-Neuzugang Manuel Akanji und Mahmoud Dahoud zwei neue Spieler von Beginn an. Dafür mussten Sokratis und Gonzalo Castro auf der Bank Platz nehmen.

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Es entwickelte sich vom Anpfiff weg ein offener Schlagabtausch. Leipzig hatte die erste Gelegenheit als Akanji einen Fehlpass direkt auf Werner spielte, der aus halbrechter Position an BVB-Torhüter Roman Bürki scheiterte (9.). Auf der Gegenseite musste Péter Gulácsi gegen Michy Batshuayi parieren (10.). In einer wilden Anfangsphase rollten die Angriffswellen beinahe minütlich zwischen den Toren hin und her. Allerdings fehlte es beiden Offensivreihen allzu oft an Präzision im finalen Zuspiel. Die Sachsen verteidigten riskant und versuchten Dortmund ins Abseits zu stellen. Diese Maßnahme funktionierte zunächst, Treffer durch Batshuayi (14.) und Marco Reus (26.) fanden zurecht keine Anerkennung.

Nach einer knappen halben Stunde gingen dann die Hausherren in Führung. Keïta eroberte im Mittelfeld gegen André Schürrle den Ball und schickte Jean-Kévin Augustin mit einem feinen Pass in den Strafraum, wo dieser Bürki per Rechtsschuss ins lange Eck überwand (29.). Die Gäste reagierten kurz geschockt, spielten in der Folge aber wieder nach vorne. Dahoud machte es Keïta gleich und bediente Reus mit einem tollen Steilpass aus dem Mittelfeld. Leipzigs Abseitsfalle ging diesmal nicht auf, der Nationalspieler umkurvte Gulácsi und schob zum Ausgleich ins leere Tor ein (38.). Die kurzweilige erste Hälfte endete mit einem leistungsgerechten 1:1. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe.

Partie beruhigt sich nach der Halbzeit

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen es die Mannschaften etwas ruhiger angehen. Sowohl Hasenhüttl als auch Stöger schienen ihren Spielern mit auf den Weg gegeben zu haben, zuvorderst auf eine defensive Grundordnung zu achten. Kevin Kampl probierte sich im Anschluss an eine Ecke aus dem Rückraum (56.). Sein Abschluss stellte kein Problem für Bürki dar. Kurz darauf suchte Dahoud von der linken Seite Batshuayi im Fünfmeterraum. Der Belgier konnte den Ball allerdings nicht über die Linie drücken (63.). Eine halbe Stunde vor Schluss wurde die Partie wieder etwas offensiver geführt.

Keïta kam nach einem Leipziger Angriff über die rechte Seite zum Abschluss. Der Ball rutschte dem Guineer aber über den Spann und ging weit daneben (76.). Die Gastgeber wirkten in der Schlussphase bemühter als der BVB, konnten sich allerdings auch kaum mehr klare Torchancen herausspielen. Der eingewechselte Bruma ließ fünf Minuten vor Schluss Łukasz Piszczek auf links aussteigen, sein anschließender Heber verfehlte das lange Eck (86.). Der ebenfalls eingewechselte Yussuf Poulsen fasste sich in der Nachspielzeit nochmal aus der Distanz ein Herz, zielte aber deutlich drüber (90.+2).

Die Punkteteilung zwischen den beiden Europa League-Achtelfinalisten war am Ende gerecht. RB hatte in der Schlussphase mehr von der Partie, kam aber nur noch zu einer wirklich guten Gelegenheit. Der BVB hatte vor allem in der ersten Hälfte überzeugen können. Die Westfalen werden mit dem Unentschieden im Hinblick auf die Tabelle besser leben können. Außerdem positiv aus Dortmunder Sicht: Maximilian Philipp feierte in der Schlussphase sein Comeback.