Leipziger Traum vom Weiterkommen ist geplatzt

Das Abenteuer Champions League endet für RB Leipzig mit einer 1:2-Niederlage gegen Beşiktaş Istanbul. Gegen den türkischen Spitzenverein zeigten die Sachsen eine ansprechende Leistung, blieben im Abschluss aber zu ungenau. Als Drittplatzierter der Gruppe G ist RB für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl veränderte seine Startformation gegenüber der verpatzten Generalprobleme beim 0:4 in Hoffenheim auf insgesamt vier Positionen. In der Innenverteidigung begannen Stefan Ilsanker und Kapitän Willi Orban anstelle von Ibrahima Konaté (Bank) und des verletzten Dayot Upamecano. In der Offensive spielten Bruma und Jean-Kévin Augustin für den angeschlagenen Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (Bank). Bei Beşiktaş nahm Şenol Güneş neun Änderungen vor, unter anderem standen die Portugiesen Pepe und Ricardo Quaresma nicht im Kader.

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Die erste größere Möglichkeit der Partie bot sich Augustin, der frei vor Tolga Zengin etwas zu lange zögerte und mit seinem Abschluss am Schlussmann der Gäste scheiterte (8.). Kurz darauf holte Orban den flinken Jeremain Lens im Strafraum von den Beinen, Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn entschied auf Elfmeter. Álvaro Negredo verwandelte sicher zur frühen 1:0-Führung (10.). Das nächste Ausrufezeichen setze RB, als Orban nach einem Eckball per Distanzschuss den Außenpfosten traf (15.). Auch Beşiktaş blieb gefährlich, der Ball landete zunächst aber im Tor der Türken. Über Naby Keïta und Orban landete der Ball bei Timo Werner, der den Ball ins Tor hob. Der Nationalstürmer stand jedoch im Abseits, weshalb der Treffer zurecht nicht zählte (21.).

Ilsanker fliegt, Talisca antwortet auf Keïta

Bis zur Halbzeitpause blieb Beşiktaş über Konter gefährlich, Leipzig hatte jedoch mehr vom Spiel. Der betriebene Aufwand wurde durch fehlende Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Momenten zunächst aber nicht belohnt. Ohnehin war der Traum vom Überwintern in der Champions League für RB bereits zur Pause ausgeträumt, denn im Parallelspiel lag Porto zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0 vorne. Nach dem Seitenwechsel erspielte sich Leipzig weitere gute Gelegenheiten, ein Tor wollten den Sachsen aber nicht gelingen. Entweder rauschte der Ball knapp am Tor vorbei oder Zengin bekam seine Finger noch dazwischen. Nach 64 Minuten bejubelte Augustin das vermeintliche 1:1, der Franzose stand jedoch im Abseits (64.).

Die Schlussphase leitete RB-Verteidiger Ilsanker ein. Der Österreicher stoppte Cenk Tosun an der Mittellinie, sah folgerichtig die Gelb-Rote Karte und ist damit für das erste Zwischenrunden-Spiel in der Europa League gesperrt. Kurz vor Schluss war es Keïta, der den 21. Torschuss der Leipziger nutzte, um den Ausgleich zu erzielen. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Gäste schnappte sich der Mittelfeldspieler den Ball und überwand Zengin schließlich mit einem Schuss ins linke Eck (87.). Die Antwort von Beşiktaş ließ nicht lange auf sich warten, nur 180 Sekunden später erzielte Talisca die erneute Führung (90.). Im Parallelspiel gewann Porto letztendlich mit 5:2 gegen Monaco.