Leverkusen-Duo führt Elf des Spieltags an

Foto: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Kein Weg hat bei der Nominierung der Elf des Spieltags an Bayer 04 Leverkusen vorbeigeführt, 6:2 hatte die „Werkself“ schließlich gegen Bremen gewonnen. Karim Bellarabi und Kai Havertz schafften schließlich den Sprung in die Auswahl. Jeweils ein Duo stellen ebenfalls der FC Bayern München, der SC Freiburg und die TSG Hoffenheim.

Tor: Andreas Luthe
Nicht oft musste Andreas Luthe am Samstag eingreifen – wenn aber, dann warteten harte Nüsse auf den Keeper des FC Augsburg. Und diese knackte der 31-Jährige mal wieder mit Erfolg. Seit dem fünften Spieltag hütet Luthe das Tor der Schwaben, und seitdem schwimmt der Klub auf einer Erfolgswelle. Am Samstag, beim 2:1 in Hannover, hielt der Torwart in der Schlussphase mal wieder den Sieg fest. Mit einer starken Parade entschärfte er einen Kopfball Hendrik Weydandts. Zuvor war Luthe lediglich beim Anschlusstreffer Ihlas Bebous chancenlos gewesen – Augsburg und der Routinier im Tor konnten es letztlich verschmerzen.

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Innenverteidigung: Ermin Bičakčić, Niklas Süle und Manuel Gulde
Ermin Bičakčić war am Samstagabend der zentrale Aufbauspieler bei der TSG Hoffenheim. Gleich 130 Ballkontakte sammelte der Innenverteidiger beim 4:0 gegen Stuttgart, so viele wie kein anderer Spieler. Umso beeindruckender ist die Passquote Bičakčićs, 98 Prozent seiner 116 Zuspiele nämlich brachte der 28-Jährige zu einem Mitspieler. Kaum minder beeindruckende Werte verbuchte Niklas Süle. Der Verteidiger des FC Bayern München verbuchte beim 2:1 in Mainz eine Passquote von 93 Prozent, zudem verlor er nur zwei seiner Zweikämpfe. Beinahe hätte sich Süle noch mit einem Tor belohnt, in der Schlussphase aber fehlte nach einem 70-Meter-Sprint die Kraft. Komplettiert wird die Dreierkette durch Manuel Gulde. Mit dem SC Freiburg feierte der Innenverteidiger am Freitagabend einen 3:1-Erfolg gegen Gladbach. Dabei lieferten die Breisgauer insbesondere in Hälfte zwei eine glänzende Defensivleistung. Dass die herausragend besetzte Offensivabteilung der Borussia kaum einmal vor das Tor kam, verdankte der SCF insbesondere Gulde. In nur einem Zweikampf hatte der 27-Jährige das Nachsehen.

Defensives Mittelfeld: Thiago
Drei Siege in Folge, aber die Selbstverständlichkeit ist beim FC Bayern München noch lange nicht zurück. Umso wichtiger sind in solchen Phasen Spieler wie Thiago. Der Spanier ist nahezu ausgenommen von der Rotation Niko Kovačs, zu wichtig ist er im Aufbauspiel des Rekordmeisters. Doch nicht nur mit einer Passquote von 92 Prozent glänzte Thiago am Samstag beim 2:1 in Mainz. Auch als Torschütze zum Endstand tat sich der 27-Jährige hervor. Zuvor war ihm ein weiterer Treffer nach Videobeweis aberkannt worden.

Rechtes Mittelfeld: Jadon Sancho
Jadon Sancho und kein Ende. Woche für Woche sorgt der Offensivspieler von Borussia Dortmund mit neuen Glanzleistungen für weitere Schlagzeilen. Die Statistik des erst 18-Jährigen kann sich sehen lassen: Sechs Torvorlagen gab er in der bisherigen Saison, vier Treffer erzielte Sancho selbst – zwei davon am Samstag beim 2:2 gegen Hertha BSC.

Offensives Mittelfeld: Kai Havertz
War das der Befreiungsschlag von Bayer 04 Leverkusen? Das 6:2 der „Werkself“ in Bremen stabilisierte zumindest fürs Erste den Stuhl von Trainer Heiko Herrlich. Bedanken durfte sich der Coach anschließend vor allem bei Kai Havertz. Als Werder nach zwei Treffern zum 2:3 drauf und dran war, das Spiel zu drehen, schlug der 19-Jährige zum ersten Mal zu. Schließlich erzielte Havertz auch den Treffer zum Endstand. Insgesamt gab er vier Torschüsse ab und glänzte zudem mit einer Passquote von 91 Prozent.

Linkes Mittelfeld: Karim Bellarabi
Und gleich der nächste Leverkusener. Neben Havertz tat sich auch Karim Bellarabi beim Bayer-Sieg in Bremen mit einer starken Leistung hervor. Gleich fünf Torschüsse feuerte der 28-Jährige auf das Tor von Jiri Pavlenka, darunter der Treffer zum 3:0-Pausenstand. Ein weiteres Tor legte Bellarabi auf. Seinen Stammplatz dürfte er damit erst mal wieder gesichert haben.

Angriff: Luca Waldschmidt, Salomon Kalou und Ishak Belfodil
Der Freitagabend war der Abend des Luca Waldschmidt. Der SC Freiburg nämlich verdankte seinen 3:1-Sieg gegen Gladbach insbesondere dem Sommerzugang aus Hamburg. Gerade mal 13 Sekunden nach Anpfiff holte Waldschmidt einen Elfmeter heraus, den Nils Petersen zum 1:0 verwandelte. In Hälfte zwei dann brachte der 22-Jährige die Breisgauer mit einer herrlichen Direktabnahme erneut in Front. Anschließend gab’s ein Lob vom Trainer: Wenn die Stürmer „so anlaufen und so leidenschaftlich arbeiten, dann kann es gehen“, sagte Christian Streich. „Heute muss ich echt den Hut ziehen“ – und zwar insbesondere vor Waldschmidt. Jeweils zweimal erfolgreich waren am Wochenende Salomon Kalou und Ishak Belfodil. Kalou sicherte Hertha BSC mit seinem Doppelpack, darunter ein in der Nachspielzeit verwandelter Elfmeter, am Samstagnachmittag einen Punkt beim 2:2 in Dortmund. Belfodil fegte wenige Stunden später mit der TSG Hoffenheim über den VfB Stuttgart hinweg. Zwei Tore steuerte der 26-Jährige zum 4:0-Erfolg bei, zudem traf er einmal den Pfosten.