Leverkusen sucht nach Selbstbewusstsein

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen kämpft am Donnerstag (18.55 Uhr) beim FC Zürich um drei Punkte – und um Selbstbewusstsein, das die „Werkself“ dringend nötig hat, denn in der Bundesliga sind die Rheinländer weit von ihrem Soll entfernt. Das Spiel in der Schweiz bietet die Möglichkeit, auf andere Gedanken zu kommen.

Der kommende Gegner hat aktuell einen Lauf. Seit acht Pflichtspielen sind die Schweizer ungeschlagen, davon gewann Zürich fünf Partien und spielte dreimal remis. Zu den Siegen zählen dabei unter anderem die Europa League-Auftaktpartie bei AEK Larnaka (1:0) und der 1:0-Sieg gegen Ludogorez Rasgrad am zweiten Spieltag. Damit stehen die Schweizer hinter Bayer auf dem zweiten Tabellenplatz und sind die Mannschaft, mit der sich Leverkusen aller Voraussicht nach um den Gruppensieg streiten wird. In der heimischen Liga steht der FCZ aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Zwar ist der Rückstand auf Tabellenführer Young Boys Bern mit elf Punkten nach elf Spieltagen schon sehr groß, am vergangenen Wochenende allerdings holte Zürich gegen den Spitzenreiter ein respektables 3:3-Unentschieden.

- Anzeige -

Die „Werkself“ steckt in einer handfesten Krise, zumindest was die Bundesliga betrifft. Dort holte Leverkusen aus bisher acht Spielen nur acht Punkte und steht auf dem 13. Tabellenplatz. Die Champions League sollte es werden, hieß es zu Saisonbeginn. Von diesem Vorhaben müssen die Rheinländer erst mal Abstand nehmen. Vielmehr geht es darum, die Spielzeit nicht völlig in den Sand zu setzen. In der Europa League sieht es besser aus. Dort konnte die „Werkself“ beide bisherigen Partien gewinnen. Bei Ludogorez gab es ein 3:2, gegen Larnaka einen 4:2-Sieg. Das Spiel gegen die Schweizer wird kein Selbstläufer. Daher betonte Trainer Heiko Herrlich im Vorfeld: „Der Kopf spielt eine ganz wichtige Rolle. Jetzt müssen wir wieder dahinkommen, an uns zu glauben.“ Panagiotis Retsos steht Leverkusen erstmals in dieser Saison zur Verfügung. Jonathan Tah trat die Reise in die Schweiz nicht mit an.

FC Zürich: Brecher – Nef, Bangura, M. Kryeziu – Rüegg, Domgioni, H. Kryeziu, Modou – Winter, Kololli – Odev

Bayer 04 Leverkusen: Hrádecký – Weiser, Retsos, S. Bender, Wendell – L. Bender, Kohr – Brandt, Bailey – Volland, Alario

Für Bayer zählt am Donnerstag nur ein Sieg. Damit hätten die Rheinländer dann auch einen großen Schritt in Richtung der nächsten Runde gemacht, denn mit neun Punkten wäre die „Werkself“ wohl nicht mehr am Weiterkommen zu hindern. Außerdem wird ein Erfolg essenziell für das Selbstvertrauen der Herrlich-Elf sein, denn sollte auch das Spiel in Zürich erfolglos enden, wäre die Mannschaft noch verunsicherter als sowieso schon.