Lewandowski hat Meisterschaft noch nicht abgehakt

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Robert Lewandowski hat die siebte deutsche Meisterschaft in Serie für den FC Bayern München trotz eines Rückstands von neun Punkten auf Borussia Dortmund noch nicht abgehakt. In der Schwäche könne sogar ein Vorteil liegen, glaubt der Torjäger.

„Es ist als Jäger einfacher, von hinten zu attackieren, als wenn du als Erster auf die Attacken von hinten schauen musst. Gerade wenn du die Erfahrung nicht hast“, sagte Lewandowski vor dem bayerisch-fränkischen Derby am Samstag gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg im Interview der Bild.

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Auf lange Sicht sieht er sogar einen Vorteil darin, dass der deutsche Rekordmeister die Bundesliga nicht wie gewohnt dominiert. „Wenn du weißt, dass du sowohl in Bundesliga, Pokal als auch in der Champions League richtig kämpfen musst, dann ist das etwas anderes, als wenn du 20 Punkte Vorsprung hast und dich nur auf die Champions League fokussierst“, sagte der 30-Jährige und fügte mit Blick auf die vergangenen Jahre an: „Wir wissen, was zuletzt passiert ist, als wir in der Bundesliga durch waren. Du denkst: Jetzt können wir es etwas ruhiger angehen lassen, nur in der Champions League Gas geben. Aber das ist eben nicht so leicht.“

Großes Lob für Dortmund

Nach zuletzt zwei Siegen gegen Benfica Lissabon (5:1) und bei Werder Bremen (2:1) glaubt Lewandowski an den Aufschwung. Besonders vom intensiven Austausch zwischen den Führungsspielern und den Klub-Bossen „profitiert der ganze Verein“. Jetzt würden wieder „alle zusammen in eine Richtung“ gehen.

Trainer Niko Kovač habe „Kleinigkeiten“ verändert. „Wenn er diese Einsicht zeigt, ist das kein Zeichen von Schwäche. Nur so kann er ein besserer Trainer werden“, sagte Lewandowski, der sich zudem von der Entwicklung seines Ex-Klubs Dortmund begeistert zeigte. „Sie spielen sehr attraktiven, offensiven Fußball mit viel Fantasie. Die jungen Spieler überlegen nicht viel, sie spielen einfach drauflos. Es ist kein Zufall, dass Dortmund mehr Punkte hat als wir.“