Lewandowski: Persönliches Duell mit den Außenseitern

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Um den Titel des Torschützenkönigs der Bundesliga ist es ähnlich bestellt wie um den Kampf um die deutsche Meisterschaft. Robert Lewandowski ist der große Favorit, den verbliebenen Angreifern werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Dabei wollte der polnische Angreifer dem Rekordmeister in diesem Sommer eigentlich den Rücken kehren. Doch der FC Bayern hatte etwas dagegen. Logisch, denn der 29-Jährige schoss sich in den letzten drei Spielzeiten zweimal zum Torschützenkönig, erzielte dabei 29 (2018) und 30 (2016) Treffer. Nur 2017 musste er sich Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (31) um nur ein Tor geschlagen geben. Es spricht also viel dafür, dass Lewandowski auch in der kommenden Saison den einen oder anderen Treffer erzielen wird. Der polnische Nationalspieler ist der absolute Favorit auf den Titel, es wäre sein insgesamt vierter in der Bundesliga. Lewandowski soll den Rekordmeister zum siebten Titel in Folge schießen, das Wechselverbot hat er (vorerst) akzeptiert.

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Die Nationalmannschaft ist vergessen, für Sandro Wagner zählt nur noch der FC Bayern. Kommt Lewandowskis größter Konkurrent um die Torjägerkrone aus der eigenen Mannschaft? Bereits 2014/15 erzielte Lewandowski gleich viele Tore wie Teamkollege Arjen Robben (17), nun hat er mit Wagner einen voll motivierten Stoßstürmer im Rücken. Ob der 30-Jährige aber unter dem neuen Trainer Niko Kovač genug Einsatzminuten sammeln wird, um den gesetzten Lewandowski zu gefährden? Wagner war im Winter von Hoffenheim nach München gewechselt, erzielte in 14 Bundesliga-Spielen im Bayern-Trikot inklusive mehrerer Kurzeinsätze aber beachtliche acht Treffer. Die Weltmeisterschaft lief auch für Timo Werner nicht so recht nach Wunsch. Der 22-jährige Leipziger hat eine schwierige Saison hinter sich, auch in der Bundesliga waren die Flügel eher gestutzt. Nur 13 Tore entsprachen nicht dem Anspruch Werners, in der Vorsaison waren es noch 21 gewesen.

Wenn’s denn sein muss

Maximilian Philipp soll’s richten, wenn’s denn sein muss. Die Suche nach dem absoluten Topstürmer verlief beim BVB bis dato erfolglos, der erhoffte Ersatz für Aubameyang wurde nicht gefunden. Chelsea-Leihgabe Michy Batshuayi überzeugte im Frühjahr mit neun Treffern in 14 Pflichtspielen so sehr, dass die Londoner den Kaufpreis für den 24-Jährigen deutlich nach oben korrigierten. Nun ist Philipp, der im vergangenen Sommer aus Freiburg gekommen war und neun Treffer erzielte, im BVB-Sturm gefordert. Im Pokal-Thriller in Fürth (2:1 n.V.) übernahm allerdings Kapitän Marco Reus die Rolle des Mittelstürmers. 14 Mal war Mark Uth für Hoffenheim in der vergangenen Bundesliga-Saison erfolgreich, dann wechselte er im Sommer ablösefrei zu Vizemeister FC Schalke 04. Kevin Volland hat derweil seine erfolgreichste Bundesliga-Saison hinter sich, 14 Tore in 31 Spielen sprechen für den 26-Jährigen als neuen Torschützenkönig. Mit dem Argentinier Lucas Alario hat er jedoch einen starken Konkurrenten um den Stammplatz in der „Werkself“. Der 25-Jährige kam in der vergangenen Saison in 23 Einsätzen auf neun Treffer.

(cbe/sid)