Lewandowski schiebt den schwarzen Peter weiter

Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Robert Lewandowski hat die Vereinsführung des FC Bayern München für den Umgang mit seiner Person in der vergangenen Saison kritisiert. Deswegen sei Berater Pini Zahavi mit dem Wechselwunsch des Stürmers an die Öffentlichkeit gegangen.

„Ich hatte das Gefühl, dass niemand hinter mir steht“, sagte der polnische Nationalspieler der Sport Bild. Weder „in der Öffentlichkeit“, noch „vom FC Bayern“, keiner der „Bosse“ habe ihn verteidigt. In den Monaten April und Mai habe „fast jeder gegen mich geschossen. Und ich habe keinen Schutz vom Verein empfunden“, führte der 30-Jährige weiter aus. „Ich habe in zwei, drei wichtigen Spielen kein Tor geschossen und plötzlich hieß es für alle: Feuer frei gegen Lewandowski.“

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Deswegen sei sein Berater an die Öffentlichkeit gegangen. „Das war mit Pini abgesprochen. In diesem Moment habe ich mich nicht mehr wohl in München gefühlt“, deswegen habe er an den Abschied gedacht. Doch „richtig gute Gespräche“ mit dem neuen Trainer Niko Kovač überzeugten Lewandowski zum Bleiben. Er habe außerdem „gemerkt, dass die Fans hinter mir stehen. Ich merke: Man will mich doch noch.“ Dass Bayern zudem auf keine Verhandlungen mit anderen Vereinen einsteige, habe ihm gezeigt, dass er wichtig für den Verein sei: „Ich bin mit dem Herzen wieder bei Bayern.“ Mit Blick auf seinen aktuellen Vertrag, der noch drei Jahre läuft, verschwende er „nun keine Gedanken mehr an das Ausland“. Mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Bayern-Präsident Uli Hoeneß habe er noch nicht gesprochen, hätte aber „gerne eine Erklärung, ein offenes Gespräch unter Männern“.