Lewandowski sichert Bayern späten Sieg in Wolfsburg

Robert Lewandowski brachte den kriselnden VfL Wolfsburg spät um einen Punkt gegen den FC Bayern München. Die Gastgeber unterlagen dem Rekordmeister trotz früher Führung mit 1:2 (1:0).

Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der nach seiner krankheitsbedingten Pause beim 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 auf die Bank zurückkehrte, ließ vor dem Champions League-Achtelfinale gegen Beşiktaş Istanbul am Dienstag kräftig rotieren. Einzig Sven Ulreich, Arjen Robben und Franck Ribéry blieben in der Startformation, auf den übrigen acht Positionen tauschte der Münchner Übungsleiter durch. VfL-Coach Martin Schmidt nahm im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen den SV Werder Bremen fünf Änderungen vor. Für Paul Verhaegh, William, Josip Brekalo, Admir Mehhmedi und Victor Osimhen begannen Sebastian Jung, Gian-Luca Itter, Daniel Didavi, Renato Steffen und Divock Origi.

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Vor zunächst schweigendem Publikum begannen die „Wölfe“ erwartet defensiv und überließen den Gästen die Spielkontrolle. Klare Chancen erarbeitete sich der Rekordmeister zunächst aber nicht, stattdessen schlug der Außenseiter eiskalt zu. Nach einem präzisen Eckball von Yunus Malli war Daniel Didavi zur Stelle und köpfte zur 1:0-Führung ein (8.). Anschließend verlegte sich Wolfsburg wieder aufs Verteidigen, während der FCB nach Lücken im Abwehrblock der Niedersachsen suchte. Nach einer Flanke von Robben kam Niklas Süle zum Kopfball, doch Koen Casteels parierte hervorragend (16.).

Ansonsten taten sich die Bayern schwer, gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen. Für Aufregung sorgte Ribéry, der Renato Steffen im Zweikampf einen Ellbogenschlag verpasste. Schiedsrichter Sascha Stegemann sah sich die Szene noch mal in der Review Area an, entschied sich aber gegen einen Platzverweis und zeigte dem Franzosen nur die Gelbe Karte (35.).

Robben verschießt Elfmeter, Wagner gleicht aus

Ohne personelle Wechsel gingen beide Teams in den zweiten Durchgang. Das Bild blieb dasselbe, Bayern hatte ein klares Ballbesitz-Übergewicht, der VfL agierte weiterhin defensiv. Den ersten Torschuss nach der Pause verzeichneten dennoch die Gastgeber. Didavi zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Metern knapp über das Tor (46.). Auf der anderen Seite verpasste Sandro Wagner eine Flanke von Robben haarscharf (48.). Der Niederländer vergab im Anschluss die Riesenchance auf den Ausgleich. Nach einem Foul von Steffen an Corentin Tolisso entschied Stegemann auf Strafstoß – Robben scheiterte vom Punkt aber am stark parierenden Casteels (53.).

Wagner belohnte den Spitzenreiter, der zunehmend Druck aufbaute, schließlich mit dem Ausgleichstreffer. Robben setzte sich auf der rechten Seite gegen Itter durch und flankte auf den Mittelstürmer, der Casteels per Kopf keine Chance ließ (64.). In der Folge taten sich die Münchner aber weiterhin schwer, zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen, auch wenn sich das Spiel noch mehr in die Hälfte der Hausherren verlagerte. Wagner köpfte über das Tor (71.), der eingewechselte Thomas Müller schlenzte den Ball aus der Distanz über das Gehäuse (73.).

Lewandowski bleibt eiskalt

Auch Robben probierte es aus rund 17 Metern, der Versuch des Flügelspielers geriet aber zu hoch (87.). Kurz darauf folgte der Schock für die „Wölfe“: Itter hielt Robben im Strafraum fest, Stegemann gab folgerichtig den zweiten Elfmeter für die Bayern. Diesmal trat der eingewechselte Lewandowski an und überwand Casteels zum 2:1-Siegtreffer (90.).