Lichtblick Müller: Frankfurt jubelt in Freiburg

Foto: Michael Kienzler/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt darf erst mal aufatmen: Nach den Pleiten in Supercup und DFB-Pokal durften die Hessen am Samstag den ersten Saisonsieg bejubeln. Nicolai Müller und Sébastien Haller sorgten für einen 2:0 (1:0)-Erfolg beim SC Freiburg.

So manche Überraschung hielt Eintracht-Coach Adi Hütter in seiner Startaufstellung bereit. Gleich vier Wechsel nämlich gab es im Vergleich zur 1:2-Pokalblamage in Ulm: Neu im Team waren Evan N’Dicka, Taleb Tawatha, Gelson Fernandes und Nicolai Müller. Ihre Plätze räumen mussten Jonathan de Guzmán und Luka Jović, die zunächst auf der Bank Platz nahmen, sowie der verletzte David Abraham und der erkrankte Makoto Hasebe. Draußen blieb damit zunächst auch Filip Kostić. Bei Freiburg derweil gab es zwar keine Veränderung in der Startelf, dafür aber auf der Trainerbank: Christian Streich war aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nicht im Stadion und wurde durch seinen Assistenten Lars Voßler vertreten.

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Ein Erfolgserlebnis hatte Hütter nach den jüngsten Pleiten gefordert, und der Eintracht-Coach schien seine Spieler tatsächlich erreicht zu haben. Keine zehn Minuten nämlich waren in Freiburg gespielt, da führten die Hessen: Müller verwertete eine Ablage von Haller (10.). Zuvor hatten sich noch die Hausherren stärker präsentiert, Florian Niederlechner (5.) sowie Pascal Stenzel und Nils Petersen bei einer Doppelchance (6.) hatten aber nicht getroffen.

Freiburg stürmisch nach der Pause

Freiburg war anschließend angeschlagen, vom Engagement der ersten Minuten war kaum noch etwas zu sehen. Die Eintracht durfte daher mit vergleichsweise geringem Aufwand die Führung verwalten. Mehr als eine kleinere Kopfballchance Petersens (21.) verbuchten die Breisgauer in der Folge nicht. Deutlicher aggressiver als in der Anfangsphase führte Frankfurt nun die Zweikämpfe und kontrollierte damit die Partie. Nur einmal wurde es bis zur Pause noch gefährlich, ein Schuss Mijat Gaćinovićs ging knapp am Freiburger Tor vorbei (42.).

In der Kabine schien Streich-Vertreter Voßler die richtigen Worte gefunden zu haben, mit neuem Schwung nämlich kamen die Freiburger aus der Pause. Nach Hereingabe von Christian Günter hatte Niederlechner die Großchance zum Ausgleich, setzte den Ball aber über das Tor (47.). Wenig später musste Frederik Rönnow zudem gegen den 27-Jährigen parieren (49.). Zudem verbuchten Luca Waldschmidt (56., 59.) und Petersen (66.) weitere aussichtsreiche Gelegenheiten, die Präzision ging den Breisgauern aber etwas ab.

Haller sorgt für die Entscheidung

Voßler wechselte daher zur Mitte der zweiten Hälfte und brachte mit Marco Terrazzino (68., für Waldschmidt) einen frischen Stürmer. Eine neue Offensivkraft kam auch bei der Eintracht, die in Hälfte zwei kaum noch gefährlich geworden war. Hütter schickte Kostić für Tawatha auf den Platz (69.). Für neuen Schwung in der Partie sorgten diese Wechsel allerdings zunächst nicht. Zerfahren ging es in der Schlussphase zu, was den Frankfurtern naturgemäß deutlich besser gefiel als den Freiburgern.

In der letzten Viertelstunde waren die Hessen sogar die aktivere Mannschaft. Nachdem Gaćinović noch klar das Tor verfehlt hatte (74.), sorgte Haller für die Entscheidung. Gaćinović und de Guzmán kombinierten den französischen Stürmer frei, und dieser ließ sich frei vor Alexander Schwolow nicht lange bitten (82.). Freiburg protestierte, musste den Gegentreffer schließlich aber schlucken. Trotz sechsminütiger Nachspielzeit gelang den Badenern kein Comeback mehr.