Löw lässt Boateng und Co. hoffen

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Joachim Löw hat seinen derzeit nicht berücksichtigten Ex-Weltmeistern erneut Hoffnung auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft gemacht. Der Einsatz von Marco Reus im Länderspiel-Klassiker gegen die Niederlande am Montag (20.45 Uhr) in Gelsenkirchen ist derweil weiter offen.

„Hinter Reus steht ein kleines Fragezeichen“, sagte Bundestrainer Löw am Sonntag in Kamen im Sportcentrum Kaiserau. Der Dortmunder leidet unter einer Mittelfußprellung und verpasste daher auch das Länderspiel am vergangenen Donnerstag in Leipzig gegen Russland (3:0). Jonas Hector steht hingegen für den Nations League-Abschluss gegen den Erzrivalen zur Verfügung. Der Linksverteidiger hatte im Russland-Spiel eine Verstauchung des Sprunggelenks erlitten und musste ausgewechselt werden. „Er hat keine Probleme mehr“, sagte Löw, der sich in Personalfragen vor dem Abschlusstraining am Sonntagabend nicht festlegen wollte. „Es gibt verschiedene Überlegungen“, sagte Löw. Es wird erwartet, dass Toni Kroos und Mats Hummels in die Mannschaft rücken. Kai Havertz dürfte trotz seiner starken Leistung gegen Russland eine Pause erhalten.

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„Ich weiß nicht, wie sich die Situation im März darstellt. Daher ist die Tür nie zu, es sei denn, die Spieler treten zurück“, sagte Löw, der zum Abschluss des völlig verkorksten WM-Jahres unter anderem auf Jérôme Boateng verzichtet hatte. Auch Sami Khedira und Mario Götze hoffen weiterhin auf eine Rückkehr. Joshua Kimmich hingegen hat die schlechten Leistungen der Nationalmannschaft in diesem Jahr für das mangelnde Zuschauerinteresse bei Länderspielen verantwortlich gemacht. „Nur wir sind mit den gezeigten Leistungen daran schuld. Mit besseren Leistungen können wir es ändern“, sagte der Münchner. Für das Duell gegen die Niederlande sind rund 40.000 Karten verkauft worden. Beim Länderspiel gegen Russland waren mehrere Tausend Plätze leer geblieben. „Wir spielen lieber vor einem vollen Haus“, sagte Kimmich.