Mainz feiert einen „Punkt für die Moral“

Nach dem 0:0 beim Hamburger SV war ein Mann besonders gefragt beim 1. FSV Mainz 05: Florian Müller hatte mit zahlreichen Paraden und einem gehaltenen Elfmeter den wichtigen Punkt erst ermöglicht.

„Es war ein sehr turbulentes Spiel mit vielen Emotionen“, sagte Müller nach Abpfiff. In den Minuten zuvor hatte der Ersatzmann von Robin Zentner und René Adler ein glänzendes Debüt in der Bundesliga gefeiert. Sechs Paraden zeigte Müller, darunter waren glänzende Reflexe gegen Sven Schipplock und Filip Kostić. Auch die Schlüsselszene der Partie ging auf das Konto des 20-Jährigen: Nach rund einer Stunde parierte Müller einen Elfmeter Kostićs und hielt dem ansonsten heillos unterlegenen Mainz so einen Punkt fest. Vorab habe er eine „Elfmeteranalyse“ gemacht, erklärte der Keeper anschließend. Im Spiel habe er sich dann „relativ früh“ für die Ecke entschieden – und damit goldrichtig gelegen.

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Keinen Hehl machte derweil sein Trainer aus dem Umstand, dass es eine gute Portion Dusel gebraucht habe. „Aus unserer Sicht war es ein glücklicher Punkt, aber auch einer für die Moral“, stellte Sandro Schwarz fest. Und ein ganz wichtiger war es zudem: Dank des Remis sicherte Mainz den Relegationsrang und machte zugleich noch ein wenig Boden auf das nun punktgleiche Wolfsburg gut. „Wir haben uns in Unterzahl gewehrt, 90 Minuten gekämpft“, lobte Schwarz, forderte aber zugleich eine Leistungssteigerung für die kommenden Wochen: „Es wird wichtig, dass wir in den nächsten Partien auch wieder besser spielen.“