Mainz gegen Augsburg: Wer stößt zur Spitzengruppe?

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Im Duell zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg treffen am Samstag (15.30 Uhr) zwei Kandidaten für die unteren Tabellenränge aufeinander. Dank des jeweils starken Saisonstarts (beide Teams holten vier Punkte aus zwei Spielen) könnte sich der Sieger aber vorerst in der Spitzengruppe festsetzen.

Die Mainzer besiegten den VfB Stuttgart zum Bundesliga-Auftakt mit 1:0 und holten eine Woche später ein 1:1 in Nürnberg. Zur Länderspielpause standen die Rheinhessen auf dem achten Platz – direkt hinter dem FC Augsburg. Gegen die Fuggerstädter erwartet FSV-Coach Sandro Schwarz ein „sehr intensives Spiel“. Der Übungsleiter verwies auf die „aktuell beste Zweikampf-Statistik“ des FCA. „Wir müssen am Samstag mit noch mehr Intensität ins Spiel gehen, mit einer noch größeren Laufleistung“, forderte Schwarz. Trotz der Schwere der Aufgabe geht der 39-Jährige die Partie optimistisch an: „Wir gehen mit großer Zuversicht rein.“ Die Personallage der 05er ist dagegen weiterhin angespannt. Jean-Philippe Gbamin, Danny Latza und Emil Berggreen befinden sich noch im Aufbautraining, Alexander Hack und René Adler sind in der Reha. Gerrit Holtmann fehlt wegen eines Anrisses der Plantarsehne und Neuzugang Issah Abass laboriert seit Mittwoch an einem Infekt. Levin Öztunali könnte nach seinem Muskelbündelriss eine Alternative werden.

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Auch beim FC Augsburg ist das Lazarett ordentlich besetzt: Alfreð Finnbogason, Julian Schieber und Fredrik Jensen sind noch kein Thema für Mainz. Jan Morávek und Caiuby sollen dagegen einsatzbereit sein. FCA-Trainer Manuel Baum stimmte seinem Kollegen Schwarz in der Einschätzung des kommenden Aufeinandertreffens zu. „Mainz ist eine physisch starke Mannschaft und hat im Zentrum technisch starke Spieler, das wird auf jeden Fall eine harte Nuss. Ich denke, dass das Spiel nicht von einer Strategie entschieden wird, sondern von der Einstellung der Spieler“, meinte der 39-Jährige. Er kündigte ein „Kampfspiel“ an; das Ziel sei, „mit einem Dreier nach Hause zu fahren“. Das Selbstvertrauen dafür sollte da sein, schließlich präsentierten sich die Augsburger beim 2:1 in Düsseldorf und beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach in guter Verfassung. Baum stellte allerdings schon klar, dass das Spiel beim FSV nicht mit der Partie gegen Gladbach zu vergleichen sei. Ein neuerliches Strategie-Duell wird es am Samstag also nicht geben.

1. FSV Mainz 05: Müller – Brosinski, Bell, Niakhaté, Aarón – Baku, Kunde – Quaison, Maxim, Boëtius – Mateta

FC Augsburg: Giefer – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Baier, Khedira – Koo – Hahn, Richter – Gregoritsch

Der 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg – zwei Mannschaften mit dem Ziel, den gelungenen Auftakt zu bestätigen und fortzuführen. Beide Teams haben im direkten Duell die Chance, eine positive Überraschung der Frühphase der Saison zu werden. Wie von den Trainern erwartet, werden Intensität und Kampfgeist in einer engen Partie voraussichtlich das Zünglein an der Waage darstellen.