Mainz kämpft in Berlin gegen den Auswärtsfluch

Hertha BSC empfängt zum Auftakt des 23. Spieltags am Freitagabend den 1. FSV Mainz 05. Während der Hauptstadtklub mit einem Sieg noch mal in Richtung der europäischen Ränge schielen könnte, geht es für die Rheinhessen um wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Die Herthaner spielen bislang eine sehr ordentliche Rückrunde. Seit dem 18. Spieltag beim VfB Stuttgart (0:1) sind sie ungeschlagen und kassierten in den bislang fünf Spielen der zweiten Saisonhälfte erst drei Gegentreffer, die wenigsten aller Bundesligisten nach der Winterpause. Im heimischen Olympiastadion sind die Berliner gar seit dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt Anfang Dezember unbesiegt. Zuletzt wurde auswärts sogar Champions League-Aspirant Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 bezwungen. Trotzdem warnte Trainer Pál Dárdai sein Team vor der kommenden Aufgabe: „Die Mainzer sind schwierig einzuschätzen. Sie werden laufen und fighten, wir dürfen sie nicht unterschätzen.“ Die Hausherren wissen noch aus der Hinrunde, dass der FSV ein unangenehmer Gegner sein kann. Am sechsten Spieltag unterlagen sie in Rheinhessen mit 0:1. Zur Verfügung stehen Dárdai für Freitag die zu Wochenbeginn pausierenden Davie Selke und Jordan Torunarigha. „Ob sie auch spielen, weiß ich noch nicht“, meinte der Ungar am Donnerstag.

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Die Mainzer stecken derzeit in einer Abwärtsspirale. In den vergangenen zehn Partien gelang ihnen nur ein einziger Sieg, siebenmal gingen sie als Verlierer vom Platz. Die jüngsten drei Spiele gingen allesamt verloren. Allerdings traf man mit dem FC Bayern München, Bayer 04 Leverkusen und der TSG 1899 Hoffenheim auch auf große Kaliber. Mit 41 Gegentoren stellen die 05er gemeinsam mit dem 1. FC Köln die schlechteste Defensive der Liga. Die Stimmung in Mainz ist am Tiefpunkt. Am Samstag beim 2:4 gegen Hoffenheim wurde der Auftritt der Mannschaft von den Rängen mit Schmähgesängen quittiert. Dies wurde von den Spielern wiederum mit einem offenen Brief beantwortet. Darin wurde Einigkeit zwischen Profis und Anhängern in Zeiten des Abstiegskampfes gefordert. Besonders auswärts drückt der Schuh bei den Mainzern. Seit dem 2:0 in Leverkusen am 25. Februar 2017, vor beinahe einem Jahr, konnte der Verein keinen Sieg mehr in der Fremde holen. Beim Versuch, diese Negativserie zu beenden, muss Cheftrainer Sandro Schwarz am Freitagabend auf den gelbgesperrten Verteidiger Abdou Diallo verzichten.

Hertha BSC: Jarstein – Pekarík, Stark, Torunarigha, Plattenhardt – Lustenberger, Maier – Lazaro, Darida, Kalou – Ibišević

1. FSV Mainz 05: Adler – Balogun, Gbamin, Bell – Donati, Brosinski – de Jong – de Blasis, Latza – Mutō, Berggreen

Die Mainzer müssen in Berlin punkten, andernfalls könnte der angestrebte Platz 15 am Sonntagabend bereits fünf Zähler entfernt sein. Zudem könnte der Hamburger SV von unten mit aktuell drei Punkten Rückstand weiteren Druck auf die Rheinhessen ausüben. Für die Herthaner geht es lediglich darum, ob sie noch einmal in den Kampf um die Europa League eingreifen können.