Mainz wartet weiter auf Tore: Nur 0:0 gegen Berlin

Foto: Daniel Roland/AFP/Getty Images

Das Warten auf ein Tor geht weiter beim 1. FSV Mainz 05: Gegen Hertha BSC kamen die Rheinhessen trotz engagierter Leistung nicht über ein 0:0 hinaus. Es war das bereits vierte Spiel in Serie ohne Treffer für die Mainzer.

2:0 hatte die Hertha in der Vorwoche die Bayern geschlagen, große Veränderungen an der Startelf waren nach dieser Gala nicht nötig. Den erwarteten Wechsel gab es im Tor: Der genesene Rune Jarstein ersetzte Thomas Kraft. Zudem entschied sich Pál Dárdai auf der Linksverteidigerposition für Marvin Plattenhardt anstelle von Maximilian Mittelstädt. Gleich vier Wechsel im Vergleich zum 0:1 gegen Schalke gab es bei den Mainzern: Die verletzten Robin Quaison und Florian Müller wurden von Aarón und Robin Zentner vertreten. Darüber hinaus durften Jean-Paul Boëtius und Jonathan Burkardt anstelle von Levin Öztunali und Gaëtan Bussmann starten.

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Dreimal ohne Tor geblieben war Mainz zuletzt, am Engagement aber haperte es zunächst nicht beim FSV. Die Rheinhessen waren griffiger, während die Hertha zumeist hintenrum spielte. Die ersten Chancen gehörten daher fast schon zwangsläufig den Hausherren: Burkardt (10.) und Jean-Philippe Mateta (12.) aber hatten kein Glück bei ihren Abschlüssen. Und die Berliner? Die konzentrierten sich zunächst auf die Defensive – um dann urplötzlich die beste Chance der bisherigen Partie zu verbuchen. Nach Flanke von Valentino Lazaro kam Vedad Ibišević zum Kopfball, traf allerdings nur den Pfosten (27.).

Gbamin scheitert an Jarstein

Hertha hatte die Partie nun besser im Griff, das Fanal zum Sturmlauf war Ibiševićs Großchance aber beileibe nicht. Mainz musste sich gegen die zwei Viererketten der Gäste häufig mit langen Bällen behelfen, wurde dann kurz vor der Pause plötzlich aber wieder stärker. Die Chancenverwertung jedoch blieb das Mainzer Manko. Fast schon fahrlässig vergab Jean-Philippe Gbamin die Gelegenheit zur Führung: Nach Ablage von Burkardt kam der 23-Jährige auf der Höhe des Elfmeterpunkts zum Schuss, den zentralen Abschluss aber parierte Jarstein mit dem Fuß (39.). Wenig später ging es erst mal in die Pause.

Einmal gewechselt wurde zur zweiten Halbzeit, bei der Hertha kam Fabian Lustenberger für Niklas Stark in die Partie. Weiterhin blieb Mainz das engagiertere Team, gefährlich aber wurde es vor Jarstein kaum einmal. Bote Baku (49., 58.) und Stefan Bell (50.) brachten bei ihren kleineren Gelegenheiten den Ball nicht mal aufs Tor. Die Hertha versuchte es derweil über die Flügel, kaum eine der Flanken fand aber Ibišević und Co. im Zentrum. Angesichts der Harmlosigkeit seines Teams nahm Dárdai den nächsten Wechsel vor, Davie Selke ersetzte Ibišević (61.). Bei den Mainzern kam derweil Anthony Ujah für Burkardt (67.).

Mainz fehlt die Durchschlagskraft

Auch die frischen Stürmer hüben wie drüben sorgten allerdings für keine Belebung der Offensivreihen. Während die Hertha überhaupt keine Abschlüsse sammelte und mit dem Punkt zufrieden zu sein schien, brachte Mainz den Ball einfach nicht aufs Tor. Auch Mateta verpasste nach Philipp-Mwene-Vorlage per Kopf deutlich (70.), Gbamin schoss zudem drüber (75.). Hohen Aufwand betrieben die Hausherren, belohnten sich für dieses Engagement allerdings nicht. Ujah brachte den Ball zwar Richtung Tor, nicht aber an Jarstein vorbei (81.).

In der Schlussphase brachte Sandro Schwarz mit Alexandru Maxim (88., für Gbamin) noch einen weiteren Offensivspieler, die Wende aber führte auch der Rumäne nicht mehr herbei. Zum vierten Mal in Folge verließen die Mainzer den Platz schließlich ohne Treffer, nur vier Tore nach sieben Spielen stehen zu Buche. Die Hertha derweil hätte sich mit einem Sieg endgültig in der Spitzengruppe festsetzen können, angesichts des Spielverlaufs aber durften die Berliner das 0:0 als Punktgewinn verbuchen.