Mainz wehrt sich gegen die Ausgliederung

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der 1. FSV Mainz 05 hat wie erwartet eine Frist aus der Rechtspflege des Amtsgerichts zur Vorlage eines Plans für die Ausgliederung der Profiabteilung verstreichen lassen. Angesichts der angedrohten rechtlichen Konsequenzen machen sich die Rheinhessen derweil keine Sorgen.

„Wir sind in dieser Frage recht entspannt, da wir uns juristisch auf der sicheren Seite fühlen“, sagte der kaufmännische FSV-Vorstand Jan Lehmann. „Niemand muss kurzfristige Konsequenzen beispielsweise in Form der Streichung aus dem Vereinsregister fürchten.“ Damit hatte eine Rechtspflegerin gedroht, sollte der Bundesligist seine Struktur nicht ändern wollen und bis zum 15. November einen entsprechenden Plan vorlegen. Die Rheinhessen hatten bereits Ende Oktober angekündigt, dieser Aufforderung nicht nachkommen zu wollen. Dem Amtsgericht sei in der vergangenen Woche eine entsprechende Argumentation mit juristischem Gutachten übermittelt worden, teilte der Klub mit.

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„Das juristische Gutachten stützt unsere Position, dass wir auch als Fußball-Bundesligist keine Absicht zur Gewinnerzielung verfolgen und beispielsweise Gewinne ausschütten, sondern unsere Gewinne wieder dem originären Vereinszweck der sportlichen Leistungserbringung zuführen“, sagte Lehmann. „Diese Einschätzung wird auch von der bisherigen Rechtsprechung gestützt.“ Falls keine außergerichtliche Klärung möglich sei, werde der Verein seine juristischen Möglichkeiten ausschöpfen. Neben den 05ern sind in der Bundesliga auch der FC Schalke 04 und der SC Freiburg eingetragene Vereine.