Mainzer „French Connection“ schlägt erneut zu

Foto: Michael Kienzler/Bongarts/Getty Images

Der 1. FSV Mainz 05 geht auch dank seiner erneut treffsicheren „French Connection“ weitgehend sorgenfrei in die närrische Zeit. Einen Tag vor dem offiziellen Fassenachts-Beginn feierten die Rheinhessen durch ein 3:1 (2:0) beim SC Freiburg ihren ersten Auswärtssieg der Saison.

Die Mainzer waren zunächst vom Anpfiff weg die aktivere Mannschaft gewesen. Während der SC erhebliche Probleme im Spielaufbau hatte, suchten die Gäste mutig die Offensive. Der ehemalige französische Junioren-Nationalspieler Jean-Philippe Gbamin belohnte sein Team mit einem trockenen Abschluss aus rund 20 Metern früh (6.). Wenig später hätte Pierre Kunde aus ähnlicher Distanz um ein Haar nachgelegt (10.). Das 2:0 besorgte dafür Jean-Philippe Mateta, vor kurzem erstmals in die U21-Auswahl von Weltmeister Frankreich berufen, der nach einer zunächst unübersichtlichen Situation rund um den Freiburger Fünfmeterraum aus kurzer Distanz per Kopf einnickte (18.). Auch in der Folge ließ Mainz nicht nach und gab durch Jean-Paul Boëtius nur kurze Zeit später den nächsten gefährlichen Torschuss ab (23.).

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Dieser wirkte jedoch wie ein Weckruf auf die bis dahin schläfrigen Freiburger. Die Breisgauer fanden nun über den Kampf besser ins Spiel und Nicolas Höfler zwang Mainz-Keeper Robin Zentner per Kopf zu einer Glanzparade (27.). Kurze Zeit später forderten die Gastgeber lautstark aber letztlich vergeblich einen Handelfmeter, nachdem Moussa Niakhaté den Ball an den Arm bekommen hatte. Weil auch Tim Kleindienst knapp das Tor verfehlte (45.), gingen die Freiburger mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn verpasste dann erneut Höfler den Anschlusstreffer knapp (54.). Doch der SC war nun spielbestimmend, Mainz schaffte nur selten Entlastung.

Freiburg verliert erstmals nach vier Spielen

Der Druck der Gastgeber nahm quasi minütlich zu, was fehlte, war einzig das Glück im Abschluss. Nach etlichen gefährlichen Torgelegenheiten ließ dann der eingewechselte Roland Sallai mit seinem Abstaubertor noch einmal Hoffnung aufkeimen (72.). Doch der ebenfalls eingewechselte Karim Onisiwo konterte prompt und stellte damit den alten Abstand wieder her (75.). Die Mainzer verabschieden sich mit nun 15 Punkten vorerst aus den unteren Tabellenregionen der Bundesliga. Die Freiburger kassierten derweil nach vier Spielen erstmals wieder eine Niederlage.