Mathenia lauert auf seine Chance

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Torhüter Christian Mathenia wechselte mit dem Anspruch auf einen Stammplatz im Sommer vom Hamburger SV zum 1. FC Nürnberg. Nun hat der 26-Jährige das Torwartduell gegen Fabian Bredlow vorerst verloren und sitzt auf der Bank. Entmutigen lässt sich Mathenia davon aber nicht.

„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte der Schlussmann laut Kicker. „Aber es gibt immer Rückschläge in der Karriere eines Profis. Ich muss damit umgehen und werde trotzdem meine Leistung bringen, um gewappnet zu sein.“ Seinen Wechsel zu den Franken bereut er nicht: „Ich freue mich trotzdem, Teil des FCN zu sein und fühle mich pudelwohl.“ Auch die Entscheidung des Trainers Michael Köllner für Bredlow nimmt er ohne zu murren an. „Fabi hatte durch die letzte Saison einen Bonus, das muss man respektieren. Er kennt die Mannschaft und die Taktik, dadurch hatte er einen Vorteil“, meinte Mathenia.

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Der gebürtige Mainzer ist erfahren genug, um zu wissen, dass sich derartige Hierarchien schnell verändern können. Beim HSV begann er im Sommer 2016 als Nummer zwei hinter René Adler und wurde nach dessen Verletzung am elften Spieltag befördert. In der vergangenen Saison startete Mathenia als Stammkeeper und verlor diesen Status in der Rückrunde an Julian Pollersbeck. „2016 war ich in Hamburg in der gleichen Situation wie jetzt. Ich werde ordentlich arbeiten und auf meine Chance lauern“, sagte der Rechtsfuß. Coach Köllner traf seine Entscheidung ohnehin ausdrücklich nur „für die erste Phase“ und ohne sich bereits für die gesamte Saison festzulegen.

Bundesliga-Erfahrung als Pluspunkt

Dennoch genießt Bredlow das Vertrauen des Übungsleiters. Der 23-Jährige konnte sich in der Aufstiegssaison gegen Thorsten Kirschbaum durchsetzen und muss sich nun gegen den neuen Konkurrenten behaupten. Mathenias großer Vorteil ist seine Bundesliga-Erfahrung: 71 Mal stand der Torhüter im Oberhaus bereits zwischen den Pfosten. Kein anderer Spieler im Nürnberger Kader absolvierte so viele Erstliga-Partien. Für viele ist es gar die Premiere in der Bundesliga. „Bei den Jungs wird vor dem Start jetzt das Kribbeln kommen. Für die Bundesliga haben sehr viele ihr ganzes Leben gearbeitet“, meinte Mathenia. Für die Partie bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr) sieht er das Team gewappnet: „Ich bin überzeugt, dass wir in Berlin bestehen können.“