Mehr als nur ein Samstagabendspiel

Am Samstagabend (18.30 Uhr) kommt es im Signal-Iduna-Park zum Aufeinandertreffen zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. Nach den Vorkommnissen in der vergangenen Spielzeit ist das Duell der beiden Offensivreihen allerdings mehr als nur das Spitzenspiel des Spieltags.

Fliegende Steine, bedrohende und diffamierende Plakate gegen die Vereinsführung der Ostdeutschen und laute Anfeindungen von der Südtribüne. Die Anhänger des BVB sorgten im Februar diesen Jahres für einen Eklat. Der Hass gegen RB, gegen das „Produkt“ Leipzig, fand seinen Höhepunkt und wurde in wenigen Stunden kanalisiert entladen. Nicht nur gegen Ultras des gegnerischen Vereins, sondern auch in Richtung Personen, die sich nicht wehren können. Gegen Frauen – und gegen Kinder. Rücksicht wurde an jenem Tag im Winter schmerzlich vermisst.

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Auch die Verantwortlichen des BVB verurteilten das Geschehene im Nachhinein deutlich. „Wir sind schockiert über die massive Gewalt und die Beleidigungen. Wir versichern den Betroffenen unser Mitgefühl, das gilt für die Fans von RB Leipzig und die Angehörigen der Polizei. Wir arbeiten mittlerweile mit Hochdruck an der Aufklärung dieser nicht zu tolerierenden Dinge“, betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke damals.

Erneute Vorfälle nicht auszuschließen

Am kommenden Wochenende kommt es nun zum ersten Aufeinandertreffen nach den Vorkommnissen. Sicher ist nicht auszuschließen, dass es erneut zu Übergriffen kommt, die schockieren können. Passiert dies jedoch nicht, schaffen es vielleicht die eigentlichen 90 Minuten in den Fokus. 90 Minuten, die offensiven Fußball und Tore versprechen. 90 Minuten, in denen es um drei Punkte geht. 90 Minuten, die eigentlich viel mehr sein können als Gewalt und Beleidigungen.