Müller und Müller in der Elf des Spieltags

Gleich beim Bundesliga-Debüt hat Florian Müller den Sprung in die Elf des Spieltags geschafft. Den gesamten Hamburger SV schließlich trieb der Mainzer Keeper am Samstag zur Verzweiflung. Im Sturm ist Namensvetter Thomas Müller einer von diesmal zwei Bayern-Spielern. Ebenfalls jeweils doppelt vertreten sind Schalke und Leverkusen, während von Hoffenheim gleich drei Akteure dabei sind.

Torwart: Florian Müller
Robin Zentner verletzt, René Adler erkrankt – also schlug die Stunde von Florian Müller. Dem Druck bei seinem Bundesliga-Debüt hielt der erst 20 Jahre alte Torwart des 1. FSV Mainz 05 glänzend stand. So unterlegen die Rheinhessen schließlich spielerisch gegen Hamburg waren, so zuverlässig agierte Müller im Tor. Mit seinen sechs Paraden sicherte er Mainz das wichtige 0:0 im Abstiegskampf. Darunter waren glänzende Reflexe gegen Sven Schipplock und Filip Kostić sowie ein gehaltener Elfmeter. „Was Flo heute in seinem ersten Spiel rausgerissen hat, war überragend“, lobte Trainer Sandro Schwarz.

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Linke Verteidigung: Nico Schulz
Nur einmal hatte Nico Schulz am Samstag nicht alles im Griff: Bei einem missglückten Rückpass schnupperte der Linksverteidiger der TSG Hoffenheim am Eigentor. Der Ball jedoch rollte nicht nur an Keeper Oliver Baumann vorbei, sondern auch am Gehäuse. Ansonsten aber lieferte Schulz einen blitzsauberen Auftritt beim 2:0 in Augsburg ab. Immer wieder suchte der 24-Jährige den Weg nach vorne, gleich drei Torschüsse feuerte er selbst ab, zwei weitere legte er auf. Mit 12,1 Kilometern gehörte er zudem zu den lauffreudigsten Spielern auf dem Platz.

Innenverteidigung: Kevin Vogt und Naldo
Und gleich der nächste Hoffenheimer: Kevin Vogt nämlich stellte im Defensivzentrum ein nahezu unüberwindbares Hindernis dar und hielt an der Seite von Benjamin Hübner die Mitte dicht. Nur zwei seiner 13 Zweikämpfe musste der 26-Jährige verloren geben. Ebenso zweikampfstark zeigte sich am Samstag Naldo. Dank einer erneut bärenstarken Leistung beim 1:0-Sieg des FC Schalke 04 gegen Berlin schaffte der brasilianische Abwehrroutinier bereits zum neunten Mal in dieser Saison den Sprung in die Spieltagsauswahl. Mit einer Quote von 93 Prozent zeigte sich der 35-Jährige extrem passsicher.

Rechte Verteidigung: Danny da Costa
Dieses Spiel dürfte Danny da Costa immer in Erinnerung bleiben: Der Rechtsverteidiger lieferte beim 1:0 gegen Hannover seine bislang beste Leistung für Eintracht Frankfurt und krönte diese mit dem goldenen Tor. Es war sein erster Treffer in der Bundesliga: „Jeder Spieler freut sich über sein erstes Bundesliga-Tor, deswegen habe ich auch nur Glücksgefühle“, jubelte er,

Defensives Mittelfeld: Charles Aránguiz und Corentin Tolisso
Ballsicher, lauffreudig, stark bei Standards – Charles Aránguiz lieferte am Samstag für Bayer 04 Leverkusen eine rundum starke Leistung. Defensiv sorgte er mit Julian Baumgartlinger dafür, dass Wolfsburgs Daniel Didavi kaum zur Entfaltung kam. Gleich 31 Zweikämpfe bestritt der Chilene im Spielverlauf. Vorne war er zudem mit einem Freistoß brandgefährlich: Aus rund 20 Metern hob Aránguiz den Ball an die Latte. Auch ohne Treffer des 28-Jährigen siegte die „Werkself“ letztlich 2:1. Ebenfalls aus der Distanz gefährlich war am Sonntag Corentin Tolisso. Der Franzose nämlich steuerte einen Treffer zum 4:0-Sieg des FC Bayern in Freiburg bei. Doch nicht nur ob seines Traumtores zum zwischenzeitlichen 2:0 gehörte Tolisso zu den besten Münchnern. Mit viel Übersicht agierte er im Defensivzentrum und hatte gegen Nils Petersen & Co. alles im Griff.

Linkes Mittelfeld: Marko Pjaca
Sonderlich viel zu sehen war am Samstag vielleicht nicht von Marko Pjaca – dabei war der Angreifer aber dennoch einer der spielentscheidenden Akteure beim Schalker 1:0-Sieg gegen die Hertha. Gedankenschnell vollstreckte der 22-Jährige kurz vor der Pause nach Hereingabe von Daniel Caligiuri und durfte sich daher anschließend als Matchwinner feiern lassen. „Das war das fünfte Spiel von Marko und er hat zwei Tore gemacht. Das ist einfach gut“, sagte Trainer Domenico Tedesco.

Rechtes Mittelfeld: Thomas Müller
Ein wenig eine Achterbahnfahrt ist die aktuelle Saison für Thomas Müller. Derzeit allerdings eine Achterbahnfahrt mit einem kräftigen Hoch: Beim Münchner 4:0 in Freiburg drehte der Weltmeister richtig auf und durfte sich anschließend als Mann des Tages krönen lassen. Wie entfesselt schließlich hatte Müller in der Offensive agiert und bei gleich drei Toren seine Finger im Spiel gehabt. Während er das 1:0 und das 3:0 auf den Weg brachte, erzielte er den Endstand selbst. Insgesamt sammelte der 28-Jährige vier Torschüsse und legte sechs weitere auf.

Sturm: Lucas Alario und Andrej Kramarić
Mit zwei Kurzeinsätzen hatte sich Lucas Alario in den Vorwochen begnügen müssen, am Samstag jedoch feierte der Leverkusener Stürmer gegen Wolfsburg eine glänzende Startelf-Rückkehr. Kompromisslos schnappte sich Alario nach einer halben Stunde den Ball und versenkte den Elfmeter zum 1:0, obwohl er gar nicht als Schütze vorgesehen war. In der Schlussphase legte der Argentinier dann mit feinem Doppelpass das vorentscheidende 2:0 durch Julian Brandt auf. Mit 41 Duellen zeigte sich Alario zudem ungemein zweikampffreudig. Komplettiert wird die Spieltagsauswahl durch Andrej Kramarić, der sich bereits seit Wochen in Bestform zeigt und auch beim 2:0 in Augsburg zu den besten Hoffenheimern gehörte. Den Führungstreffer besorgte der 26-Jährige selbst und erzielte damit sein sechstes Tor in den vergangenen fünf Spielen. Treffer Nummer zwei durch Serge Gnabry legte Kramarić anschließend auf.