„Mut und Leidenschaft“: Weinzierl beim VfB vorgestellt

Foto: Thomas Niedermueller/Bongarts/Getty Images

Keine leichte Aufgabe erwartet Markus Weinzierl beim VfB Stuttgart. Die Erwartungen rund um die Schwaben sind trotz des aktuellen Platzes im Keller riesig. Der Korkut-Nachfolger will nicht nur an der Ausbeute schrauben, sondern auch an der Spielweise.

„Mut und Leidenschaft“ hat Weinzierl am Mittwochvormittag bei seiner offiziellen Vorstellung versprochen. Das gelte sowohl für die Arbeits- als auch die Spielweise. Denn nicht nur an der mageren Ausbeute will der 43-Jährige schrauben. „In erster Linie“ stünden zwar „die Ergebnisse im Vordergrund“, sagte er, ergänzte aber: „Das Zweite ist, es mutig und offensiv anzugehen.“ Die Mannschaft jedenfalls habe ausreichend Potenzial dafür, findet Weinzierl. Sowohl über die Außenpositionen als auch durch die Mitte wolle er mutig spielen lassen, in der Mannschaft sehe er „gestandene Spieler und hungrige Talente“.

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Punkte aber dürften für den VfB zunächst Priorität haben. Erst fünf Zähler schließlich sammelten die Schwaben in den ersten sieben Spielen, damit stehen sie auf Rang 18. Trotz dieser schwierigen Situation verspüre er große Vorfreude, erklärte Weinzierl: „Es ist eine spannende Aufgabe, die es hier zu bewältigen gilt.“ Die Länderspielpause wolle er nun nutzen, um die Mannschaft kennenzulernen und diese auf das erste Spiel unter seiner Regie vorzubereiten. Mit Borussia Dortmund allerdings wartet am 20. Oktober ein Schwergewicht.

Reschke: „War Zeit für einen Neuanfang“

Zugleich bestätigte Weinzierl am Mittwoch, dass der VfB bereits zu Jahresbeginn bei ihm angefragt habe. Damals war Stuttgart nach der Trennung von Hannes Wolf auf Trainersuche, engagierte aber letztlich Tayfun Korkut. „In der Kürze der Zeit“ sei es damals nicht möglich gewesen, erklärte der 43-Jährige, der zuletzt von 2016 bis 2017 auf Schalke an der Seitenlinie stand. Dieses Mal aber habe es „andere Voraussetzungen“ gegeben. Weinzierls Vertrag bei den Schwaben läuft bis 2020. Er versprach: „Ich werde mich für den VfB zerreißen.“

Sportvorstand Michael Reschke äußerte sich derweil noch einmal zu den Umständen der Trennung von Korkut. Erst am Sonntag habe der VfB die Trainersuche gestartet, stellte der 61-Jährige klar. Die Entscheidung zur Trennung von Korkut sei am Samstagabend nach dem 1:3 in Hannover gefallen. Unter Weinzierls Regie verspricht sich Reschke nun ein mutigeres Auftreten der Mannschaft. Bereits im Sommer, damals noch mit Korkut, sei besprochen worden, „attraktiver zu spielen“, sagte der VfB-Boss. „Das hat nicht funktioniert. Daher war es Zeit für einen Neuanfang.“