Nach Fan-Krawallen: Hertha erhöht Sicherheitsvorkehrungen

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Bundesligist Hertha BSC hat mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf die schweren Fan-Ausschreitungen vom vergangenen Samstag beim Tabellenführer Borussia Dortmund (2:2) reagiert. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen gelten sowohl für die Heim- als auch Auswärtsbereiche.

Wie der Hauptstadtklub am Donnerstag mitteilte, ist das „Einbringen von Bannern, Spruchbändern, Blockfahnen und Doppelhaltern“ ins Olympiastadion ab sofort „bis auf Weiteres“ untersagt. Zu Spielbeginn hatten Berliner Anhänger am vergangenen Samstag Pyrotechnik gezündet und den gesamten Nord-Ost-Bereich des Signal-Iduna-Parks eingenebelt. Schiedsrichter Sascha Stegemann musste den Anpfiff hinauszögern, bis wieder freie Sicht war. Um sich zu tarnen, versteckten sich die Berliner Fans unter ihrer riesigen Ultra-Fahne, die als Sichtschutz genutzt wurde.

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Auf dem Banner stand „15 Jahre Hauptstadtmafia“. Auch nach Aufforderung des Stadionsprechers war die Fahne zuvor nicht eingerollt worden, sodass die Polizei das Teil an sich nahm. Dies empfanden die Hooligans als größtmögliche Provokation. Insgesamt wurden fünf Beamte auf der einen und 45 Personen, ausschließlich Berliner, auf der anderen Seite verletzt.