Nach Verletzungs-Frust: Johnson genießt die Spiele

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Die vergangene Saison war für Fabian Johnson zum Vergessen. Anhaltende Rückenprobleme zwangen den vielseitigen Flügelspieler zu mehreren Monaten Pause. Mittlerweile ist der US-Amerikaner wieder fit und zeigte sich in den ersten beiden Ligapartien spielfreudig.

Nur in zwölf Pflichtspielen stand Johnson in der zurückliegenden Saison auf dem Platz, nicht einmal über 90 Minuten. Insofern war es beinahe ungewohnt für den Mittelfeldmann, beim 1:1 gegen den FC Augsburg die volle Distanz mitzugehen. „In der vergangenen Spielzeit hatte ich wirklich großes Pech mit Verletzungen. Zwischenzeitlich war ich wieder da, dann kam die nächste Verletzung – das war schon sehr frustrierend“, berichtete Johnson in einem Interview auf der Vereinshomepage und erläuterte: „Deshalb habe ich versucht, viel an mir und vor allem an meinem Rücken, der immer wieder Probleme bereitet hat, zu arbeiten, damit so etwas in der neuen Saison nicht mehr passiert. Jetzt bin ich wieder gut drauf und gesund. Ich hoffe, dass es so bleibt.“ Am ersten Spieltag gegen Bayer 04 Leverkusen (2:0) belohnte sich Johnson mit seinem ersten Treffer seit knapp zehn Monaten, in Augsburg kam der flexible Offensivakteur über die rechte statt die linke Außenbahn und agierte dort ordentlich, wenn auch unspektakulär.

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Auf der Außenbahn im neuen 4-3-3-System fühlt sich Johnson, der in der Vergangenheit oft eine defensivere Position einnahm, wohl. „Da der Weg zum Tor von dieser Position kürzer ist, kann ich ihn häufiger suchen, um selbst in eine Abschlusssituation zu kommen. Ich kann zudem auf der linken Außenbahn meine Schnelligkeit gut einbringen. Ein Spieler, der zwei Gegner auf engem Raum aussteigen lässt, bin ich nicht unbedingt. Bei mir geht es direkt nach vorne“, erklärte er. Dass er sich für den Mannschaftserfolg unterordnen muss, ist dem 30-Jährigen bewusst. „Es ist ja egal, welches System man spielt, am Ende kommt es immer darauf an, viele Tore zu erzielen“, sagte er.

„Man weiß, dass Schalke defensiv sehr kompakt steht“

Das ist auch das Ziel im anstehenden Duell mit dem FC Schalke 04, der seinen Start in die neue Saison verpatzt hat. Johnson bleibt dennoch auf der Hut vor den Königsblauen. „Wir haben die Schalker noch nicht im Detail analysiert, aber man weiß ja noch aus der vergangenen Saison, dass sie defensiv sehr kompakt stehen und man Geduld benötigt, um Lücken zu finden“, meinte er und forderte: „Unser Ziel muss es sein, selbst hinten wenig zuzulassen und vorne versuchen, gefährlich zu sein und viele Torchancen zu kreieren.“