Nach Wolfsburg-Spiel: Stark vorerst nicht mehr Video-Schiedsrichter

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark wird vorerst nicht mehr als Video-Assistent in der Bundesliga eingesetzt. Nach seinem umstrittenen Auftritt beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 (2:1) am Wochenende zog der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch die Konsequenzen und entschied, den 48-Jährigen „bis auf Weiteres“ abzuziehen.

Starks Tätigkeit im Coaching der 3. Liga bleibe davon unberührt. „Es ist wie in einer Fußballmannschaft: Wenn ein Spieler eine schlechte Phase hat, nimmt er weiter am Trainingsbetrieb teil und kann sich durch Leistung anbieten. Wenn die irgendwann stimmt, steht er auch wieder in der Startelf“, sagte Jochen Drees, der baldige neue Chef des Videoprojekts, der Bild-Zeitung. „Ich mag Wolfgang als Menschen und Typen sehr. Es gibt nun mal Leute, die haben ihre Stärken als Schiedsrichter auf dem Platz – andere sind bessere Video-Assistenten.“

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Stark, der 20 Jahre als Unparteiischer auf dem Feld in der Bundesliga unterwegs war, war bei den strittigen Entscheidungen in Wolfsburg nach eigenem Bekunden allerdings nur beratend aktiv. Er habe den Schiedsrichter nicht zu einer Korrektur gezwungen, sagte der 48-Jährige nach dem Spiel. Schalkes Matija Nastasić hatte zunächst die Gelbe Karte gesehen, dann Rot. Später zeigte Schiedsrichter Patrick Ittrich Wolfsburgs Wout Weghorst erst die Rote Karte, danach doch die Gelbe. Beide Male war der Videobeweis zum Einsatz gekommen.