Nach Zieler-Schmähungen: Stadionverbot für FC-Fan

Der 1. FC Köln hat nach den schweren Beleidigungen gegen VfB-Keeper Ron-Robert Zieler im Ligaspiel gegen Stuttgart Maßnahmen ergriffen. Der Vorsänger einer FC-Ultra-Gruppe wurde mit zwei Jahren Stadionverbot belegt.

Bei der 2:3-Heimniederlage gegen Stuttgart vor knapp zwei Wochen war es wiederholt zu üblen Schmährufen gegen Zieler gekommen. Unter anderem wurde auch Zielers ehemaliger Mitspieler Robert Enke, der sich 2009 nach schweren Depressionen das Leben nahm, verunglimpft. Zwei Männer, die über Megafone in Richtung Zieler gerufen hatten, wurden als Tatverdächtige ermittelt und vom FC vorgeladen. Einer der beiden Vorsänger wurde am Dienstag bei einer Anhörung in der Stadionverbotskommission des FC zu zwei Jahren Stadionverbot für alle Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und die Regionalligen belegt. Dem anderen Angeklagten konnte keine schwerwiegende Beleidigung nachgewiesen werden.

- Anzeige -

Der Verurteilte zeigte nach Angaben der Domstädter Reue und habe sich „in der Woche nach dem Spiel bereits beim 1. FC Köln entschuldigt und sich um eine Entschuldigung bei Ron-Robert Zieler und seiner Mutter bemüht“. Der FC bedauerte in seiner Stellungnahme die Vorkommnisse und teilte mit, dass er sowohl Zieler als auch die Familie Enke unmittelbar nach dem Spieltag um Entschuldigung gebeten habe. Ein Verfahren des DFB-Kontrollausschusses wegen des Vorfalls läuft noch.