Nagelsmann genervt von Bayern-Gerüchten

Die TSG 1899 Hoffenheim geht mit einer großen Portion Respekt in das Duell mit dem überraschend gut gestarteten FC Augsburg. Trainer Julian Nagelsmann stört sich an den wilden Spekulationen um seine Zukunft.

Nach zwei Niederlagen in Folge peilen die Kraichgauer gegen den FCA wieder einen Sieg an – auch um das Umfeld zu beruhigen. „Eine dritte Niederlage nacheinander wäre nicht so gut. Verlieren ist nicht mein Fall und häufiger nacheinander noch weniger“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Vor dem Gegner, der sich durchaus überraschend auf Platz sechs der Tabelle wiederfindet, hat der 30-Jährige allerdings großen Respekt.

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„Gegen Augsburg wird es schwer, Chancen herauszuspielen, weil sie sehr gut verteidigen“, prophezeite der Hoffenheimer Übungsleiter. Und auch offensiv ist die Mannschaft von Trainer Michael Baum nicht zu unterschätzen. Bei der knappen 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund vor zwei Wochen setzten die Augsburger den Spitzenreiter vor allem in der zweiten Halbzeit mit schnellem Konterspiel unter Druck.

Kein Kontakt zum FC Bayern

Weniger gerne als mit dem kommenden Gegner beschäftigt sich Nagelsmann mit den Spekulationen um seine Zukunft. Ausführlich ließ er sich über fehlerhafte und hysterische Berichterstattung verschiedener Medien aus, die ihn immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung bringen.

Dass ein Foto von ihm in einer roten Jacke die Gerüchte anheizte, amüsierte ihn allerdings auch. „Heute habe ich eine blaue Jacke an. Daniel Bierofka muss sich aber keine Sorgen machen, dass ich übermorgen bei 1860 anfange, Domenico Tedesco auf Schalke auch nicht“, witzelte er. Nochmals stellte Nagelsmann klar, es gebe keine Anfrage, nicht mal einen Kontakt zu den Bayern.

Rupp und Gnabry fallen aus

Seinen Fokus richtet der Hoffenheim-Coach lieber auf die TSG. Die muss am Samstag auf Lukas Rupp (Beckenprellung) und Serge Gnabry (Oberschenkelprobleme) verzichten, die nicht rechtzeitig fit werden. Wieder einsatzbereit ist dagegen Eigengewächs Robin Hack (Gehirnerschütterung), der am letzten Spieltag sein Bundesliga-Debüt inklusive Premierentreffer feierte. Der 19-Jährige überzeugte ebenso wie Kerem Demirbay (Muskelfaserriss) bereits wieder im Training.