Nagelsmann: „Hinten raus hat uns der Zugriff gefehlt“

Foto: Joosep Martinson/Bongarts/Getty Images

Julian Nagelsmann klatschte seine erschöpften Schützlinge ab und verschwand mit zufriedener Miene in der Kabine. Den Paukenschlag zur Premiere hatte die TSG 1899 Hoffenheim zwar knapp verpasst, mit dem 2:2 (2:1) bei Schachtar Donezk im ersten Champions League-Spiel der Vereinsgeschichte aber immerhin einen Achtungserfolg verbucht.

Dabei wäre noch mehr möglich gewesen für das Team von „Rekordmann“ Nagelsmann, dem mit 31 Jahren und 58 Tagen jüngsten Trainer in der Historie der europäischen Königsklasse. Die beiden Führungen durch Florian Grillitsch (6.) und Håvard Nordtveit (38.) glichen die Brasilianer Ismaily (27.) und Maycon (81.) aber noch aus. Ihr nächstes Spiel gegen den englischen Meister Manchester City mit Teammanager Pep Guardiola (2. Oktober) können die Hoffenheimer dennoch durchaus selbstbewusst in Angriff nehmen. Dritter Gegner in Gruppe F ist Olympique Lyon.

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„Das Ergebnis geht aufgrund der letzten Viertelstunde in Ordnung. Wir haben bewusst tief verteidigt, um zu kontern. Das erste Tor war sehr gut von uns gespielt, aber wir hätten auch höher führen können“, sagte Nagelsmann. „In der zweiten Hälfte hätten wir das Spiel entscheiden können, doch hinten raus hat uns der Zugriff gefehlt. Wir haben ein sehr rassiges, ordentliches Fußballspiel gesehen, und ich bin nicht unzufrieden mit unserem Auftritt.“ Auch Sportchef Alexander Rosen mutmaßte, dass „vielleicht noch ein bisschen mehr drin gewesen“ wäre, und Nationalspieler Nico Schulz ergänzte: „Wenn man so lange führt, will man auch gewinnen.“