Nagelsmann: „Ich kann einigermaßen damit leben“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Die Verabschiedung von Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick fiel kurz und nüchtern aus. Ein einfacher Handschlag, ein freundschaftliches Tätscheln auf die Schulter, dann gingen der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim und der Trainer von RB Leipzig ihre Wege.

Nach dem Leipziger 2:1 (1:1)-Auswärtssieg hatten schließlich beide noch ihre eigenen Baustellen zu bearbeiten. Erst ab Sommer haben sie dann gemeinsame Ziele. Denn ab der kommenden Spielzeit ist Nagelsmann Trainer bei RB, Rangnick – der sich dann wieder auf sein Amt als Sportdirektor beschränkt – sein Vorgesetzter. Ihre Begegnung am Spielfeldrand war deshalb mit Spannung erwartet worden, zumal Rangnick angekündigt hatte, dass man sich dort durchaus „auch mal fetzen“ könne. Ein echter Disput blieb dann aber doch aus. Auch hier konzentrierten sich beide auf ihre eigenen Mannschaften.

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Stattdessen bekam Nagelsmann in erster Linie schon einmal vor Augen geführt, auf was er sich bei seinem neuen Klub freuen kann: Die individuelle Klasse von Timo Werner etwa, die Wucht von Doppeltorschütze Yussuf Poulsen (53., 73.) und ein taktisch bestens geschultes Kollektiv mit viel Potenzial. Die ersatzgeschwächten Hoffenheimer hatten dem letztlich nur den zu späten Anschlusstreffer durch Andrej Kramarić (90.+3/FE) entgegenzusetzen. „Ich kann einigermaßen damit leben“, sagte Nagelsmann hinterher. Das lag aber nicht etwa daran, dass sein künftiger Arbeitgeber Leipzig mit nun elf Punkten voll im Soll und damit auf Kurs Richtung Europa liegt, sondern vielmehr am Spielverlauf. „Wir sind ordentlich reingekommen, aber nach dem ersten Gegentor wurde es schwer“, meinte Nagelsmann.

Keine Zeit für Gedanken an die Zukunft

Ein paar Nachjustierungen könnten Hoffenheim gut tun, schließlich ist die TSG in dieser Saison bislang noch ziemlich erfolglos auf der Suche nach mehr Konstanz. Am Dienstag (18.55 Uhr) steht der Champions League-Kracher gegen Manchester City an, am Sonntag (15.30 Uhr) dann das nächste Liga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Viel Arbeit für Nagelsmann und sein Team. Zeit für Gedanken an seine Zukunft in Leipzig bleibt dabei wohl wenig.