Nagelsmann: „Im zweiten Block sehr erfolgreich gepunktet“

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat seinen Herbst-Höhenflug fortgesetzt. Die Kraichgauer feierten den vierten Ligasieg in Folge. Julian Nagelsmann war so gut gelaunt, dass er den Journalisten sogar die Überschriften diktierte.

„Ein Wellenbad der Gefühle in Sinsheim – der Wahnsinn“, kommentierte der TSG-Trainer mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht das Auf und Ab seines Klubs in den vergangenen Wochen. Die prächtige Stimmung Nagelsmanns hatte ihren Grund. Das glückliche 2:1 (0:0) gegen den FC Augsburg war der vierte Bundesliga-Sieg der TSG in Folge. Dazwischen lagen aber auch das Aus in der 2. Runde des DFB-Pokals und die Rückschläge in der Champions League. Dementsprechend malte der 31-Jährige bei seinem Zwischenfazit nach einem Drittel der Spielzeit nicht alles rosarot.

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„Zufriedenstellend ist auf jeden Fall, dass wir im zweiten Block in der Liga, also zwischen den beiden Länderspielpausen, sehr erfolgreich gepunktet haben“, sagte der scheidende Coach, der ab der kommenden Saison RB Leipzig betreut. „Was ärgerlich ist, ist unsere Lage in der Champions League. Dort hätten wir mehr Punkte gebraucht – und wir hätten auch mehr verdient.“ Verdient war der Dreier gegen den FCA, der noch nie in Sinsheim gewonnen hat, nicht unbedingt. Die Gäste waren mindestens ebenbürtig. Dennoch sorgten Vize-Weltmeister Andrej Kramarić (65.) und Reiss Nelson (83.) eine Minute nach seiner Einwechslung für den TSG-Sieg vor 27.009 Zuschauern. Der Treffer des Augsburger Alfreð Finnbogason (69.) brachte den Gästen am Ende nichts.

„Der Trainer hat mich zum richtigen Zeitpunkt gebracht““

„Das war eine typische erste Hälfte nach einem Spiel in der Champions League. Der Motor hat ein bisschen gestottert und ein wenig gebraucht, um auf Touren zu kommen“, sagte Nagelsmann, der mit seinem Team am Mittwoch den dringend benötigten Premierensieg in der Königsklasse beim 2:2 (0:2) bei Olympique Lyon verpasst hatte. „Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit der Moral der Truppe. Die hat wieder gepasst. Die Einstellung ist das Letzte, woran es bei uns hapert.“ Auch an der Breite des Kaders hapert es bei den Kraichgauern nicht. Nagelsmann konnte es sich trotz einer langen Verletztenliste leisten, den englischen Senkrechtstarter Reiss Nelson zunächst auf die Bank zu setzen. Nach seiner Einwechslung stach der Joker sofort. „Ich bin in Topform – und der Trainer hat mich zum richtigen Zeitpunkt gebracht“, sagte der Matchwinner. Einen solchen Joker hätten auch die Augsburger gerne gehabt.