Nagelsmann kündigt Rotation gegen den BVB an

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Nach der Champions League ist vor der Bundesliga: Auf das 2:2-Remis gegen Schachtar Donezk bei der Königsklassen-Premiere folgt für die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) mit Borussia Dortmund der nächste Brocken. Trainer Julian Nagelsmann gibt sich zuversichtlich und kündigt personelle Änderungen an.

An das letzte Aufeinandertreffen mit dem BVB erinnern sich die TSG-Fans mit Sicherheit gerne zurück. Am 34. Spieltag der vergangenen Saison gewann Hoffenheim mit 3:1 und zog so an den Schwarz-Gelben vorbei auf den dritten Platz, der gleichbedeutend mit der ersten Champions League-Qualifikation der Vereinsgeschichte war. Am Samstag soll der Coup wiederholt werden, TSG-Trainer Nagelsmann prophezeite auf der Pressekonferenz am Freitag taktische Kniffe: „Wir wollen ein paar Punkte holen und wieder gegen den BVB erfolgreich sein – wie beim vergangenen Duell. Wir haben verschiedene Dinge im Repertoire, die wir auch am Samstag zeigen werden.“ Dortmund hat allerdings mit Lucien Favre einen neuen Trainer, vergleichbar mit dem Team vom Duell im Mai ist die jetzige Mannschaft daher nur bedingt. „Sie haben einen kontrollierten Spielaufbau. Man kann die Struktur, die Lucien Favre spielen lassen will, bereits erkennen“, lobte Nagelsmann.

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Der Hoffenheimer Übungsleiter will seine Elf am Samstag nicht nur taktisch neu aufstellen. Auch personell sind Änderungen zu erwarten, obschon alle Spieler, die gegen Donezk im Einsatz waren, gesund sind. „Wir fangen jetzt mit der Belastungsteuerung an. Es könnte sein, dass Spieler, die sonst begonnen hätten, zunächst nicht spielen werden“, kündigte Nagelsmann an und erläuterte: „Wir haben einige Spieler, die zuletzt immer gespielt haben, bei denen die Belastung gesteuert werden muss.“ Wieder eine Option sind die zuletzt wegen Undiszipliniertheit aussortierten Joshua Brenet und Ishak Belfodil. „Joshua und Ishak haben sehr gut trainiert – wie alle, die hier geblieben sind – und sind beides Kandidaten für den Kader wie auch für die Startelf“, sagte Nagelsmann.

BVB-Fans drohen Hopp – Für Nagelsmann ein „No-Go“

Ein deutliches Echo hat derweil TSG-Mäzen Dietmar Hopp geerntet, nachdem er vor einigen Wochen Strafanzeige gegen 32 BVB-Fans gestellt hat, die beleidigende Transparente gegen Hopp gezeigt hatten. Eine Stellungnahme des Fanbündnis „Südtribüne Dortmund“ endete mit den Worten: „Sollte Hopp tatsächlich glauben, er könne uns mit seinen Verboten mundtot machen, zeigen wir ihm am Samstag, wie falsch er damit liegt.“ Gegen das Haus- und Betretungsverbot für die beschuldigten Personen für die anstehende Partie will die Fanhilfe Dortmund rechtlich vorgehen. Trainer Nagelsmann sprang seinem Boss zur Seite. Für ihn sei es „ein No-Go, so einen Mann, der so viel tut für die Gesellschaft, völlig losgelöst von der TSG Hoffenheim, zu beleidigen“.